Die Knochendichtemessung (ODM)


allgemeine Informationen für Patienten

  • Die Knochendichtemessung bzw. Osteodensitometrie (ODM) ist eine Untersuchungs-Methode, welche bei Vorliegen eines Verdachtes eines Knochenschwundes bzw. Osteoporose angewendet wird.
  • Die Methode benutztRöntgen-Geräte mit digitaler Verarbeitung durch einen Computer.
  • Hiermit können verschiedene Knochen gemessen werden. Meist sind es die Lendenwirbelkörper 1 bis 4, die Hüftknochen, aber auch Speichenknochen am Handgelenk, Ferse und Finger)
  • Ihr Ziel der Dichtemessung ist es, frühzeitig einen Verlust an Knochensubstanz, nämlich der Verbindungen der Elektrolyte Kalzium, Magnesium, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan, Bor u. a. Spurenelemente zu erkennen. Andere Verfahren wie Labor-Untersuchung des Blutes und einfaches Röntgen der Knochen lassen solche Verluste erst viel zu spät (ab ca. 30 - 40% Verlust) bzw. nur bei generalisierten Knochenerkrankungen (Knochen, Knochenweiche bzw. Osteomalazie, Osteopathie) erkennen.
Bild: Beispiel f. Knochendichtereferenz
  • Der Gehalt an Knochensubstanz baut sich nämlich bis um das 30. (35.) Lebensjahr auf, um nach seinem anlagebedingtem (vererbten) Maximum wieder altersphysiologisch abzufallen.
  • Im Rahmen einer digitalen Röntgen-Analyse (DXA), quantitativen Computer-Tomographie (QCT) oder anderen nicht im Rahmen von Studien anerkannten Methoden, werden Zahlenwerte (T-Score) ermittelt und statistisch mit Werten von anderen gesunden und kranken Menschen des gleichen Alters und Geschlechtes verglichen und bewertet. So ergeben sich Normwerte und so genannte erste und zweite Standardabweichungen.


Bild: Empfehlung f. med. Therapie
  • Erste Veränderungen der Mikroarchitektur bzw. Verluste an Elektrolyten verursachen meist keine Beschwerden. Bei Unterschreitung eines altersabhängigen Gehaltes an Substanzen im Knochen kann es schon bei kleineren Unfällen, ja sogar spontan zu Knochenbrüchen kommen.
  • Um eine rechtzeitige Prophylaxe mit Rückenschule (Gesundheitstraining bzw. -schulen), Krankengymnastik, Sport oder Krafttraining bzw. Nahrungsergänzung mit Kalzium, Magnesium, Kalium, Natrium, Zink, Eisen, Kupfer, Mangan, Bor u.a. Elektrolyte sowie Vitamine B, C, D und K (orthomolekulare Medizin) einzuleiten, ist eine Kontrolle des Mineralgehalts der Knochen mittels Knochendichtemessung wichtig.
  • Je nach T-Score bzw. T-Wert reichen o.g. Vorsorgemaßnahmen und langfristige Kontrollen (aller 3 - 5 Jahre am gleichen Gerät!) aus bzw. sollten zusätzlich medikamentöse Behandlungen mit Osteoporosemitteln (meist als Tablette aller 7 - 28 Tage mit und ohne Kalzium und Vitamin D, als Spritze oder gar Infusion aller 4 Wochen bis zu einmal pro Jahr je nach Nebenwirkungen auf Magen, Leber, Niere, Hormondrüsen und Gefäße) durchgeführt, überwacht und kurzfristig kontrolliert (aller 6 - 24 Monate am gleichen Gerät!) werden.
  • Die gesetzlichen Krankenversicherung erstatten die Kosten (derzeit ca. 40 Euro) nur beim Vorliegen bzw. röntgenologischem Nachweis eines spontanen Knochenbruches (meist Wirbelkörper).
 

Literatur

  1. Bartl R, Gradinger R (2009) Aktuelle Diagnostik und Therapie der Osteoporose auf der Basis der "European Guidance 2008". Der Orthopäde 4: 365-79, Springer, Heidelberg
 
      
Aktualisiert: 16.03.2010
 
 
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben