Die Labor-Untersuchung


allgemeine Informationen für Patienten

  • Im Labor können heutzutage alle Zellen und Gewebe des Menschen untersucht werden. Die gängigste Methode ist die Analyse des Blutes, anderer Körperflüssigkeiten sowie Organe, welche durch Punktionen gewonnen werden können.
Bild: Laborschale u.a.

  • Je nach Methode ist eine mündliche Aufklärung und Einwilligung des mündigen Patienten bzw. Vormunds (außer Bestimmung des Blut-Alkohols durch die Polizei), eine geeignete Räumlichkeit, Sitz- oder Liegemöglichkeiten, Materialien (Spritze, Kanüle, Röhrchen etc.), das Einhalten von Regeln zur Desinfektion und die Dokumentation notwendig.
  • Nun kann man nahezu jede generalisierte Erkrankung bzw. lokales Leiden mit generalisierter Auswirkung auf den Körper (Entzündung, Stoffwechselerkrankung usw.) diagnostizieren bzw. im Behandlungsverlauf kontrollieren.
  • Nur selten muß man "nüchtern" sein. Für bestimmte Werte müssen allerdings Diäten von 12 Stunden und mehr eingehalten werden.
Bild: Desinfektion vor Blutabnahme

  • Die wichtigsten Parameter einer Blutuntersuchung sind die Blutsenkungsgeschwindigkeit (BSG), das Blutbild (Anzahl der roten und weißen Blutkörper sowie Blutplättchen),der Rheumastatus, die Bestimmung von Elektrolyten, Mineralien bzw. Spurenelementen, Zucker, Fetten, Eiweißen, Enzymen, Hormonen und Vitaminen.
  • Leider sind die Budgets der Ärzte sehr unterschiedlich, so daß einerseits zu wenig und andererseits zu häufig und kritiklos abgenommen wird. Laborergebnisse sollten zum internationalen Vergleich in so genannten SI-Einheiten angegeben werden. Jeder abweichende Befund muß kontrolliert oder eben behandelt werden. Viel zu häufig besteht angeblich keine Behandlungskonsequenz ("is alles in Ordnung").
Bild: Blutabnahme
  • Die Befunde bzw. deren Kopien gehören in den Behandlungsbericht (Epikrise) bzw. einen Patientenhefter und nicht in die Krankenakte bzw. Karteikarte der Klinik oder Arztpraxis, wo sie für Monate und länger "ruhen".

spezielle Informationen für Kollegen


Definition

  • apparative Diagnostik des Blutes und anderer Körperflüssigkeiten (z. B. Synovia, Liquor, Schweiß, Urin, Stuhl, Speichel, Magen- und Darminhalt, Galle, Fruchtwasser, Plazenta- und Nabelschnurblut, Ejakulat und andere Ergüsse) sowie des genetischen Codes

Voraussetzung

Aufklärung

  • mündlich (bei größeren invasiven Maßnahmen schriftlich) bzw. Einweisung des Patienten

Material

  • geeignete (z.T. apparativ kontrollierte) Spritzen, Nadeln (Kanülen, Venüle, Flexüle, Vim-Silverman-Nadel, Illinois-Nadel, Jamshidi-Nadel, Menghini-Nadel) bzw. spezielle Systeme (z.B. von Sarstedt ®) oder OP-Besteck (Akin 1991, Pe-chet 1991, Wayne 1991)
  • Transportmedium (Monovetten, Reagenzien, Nährmedien bei Mikroorganismen,Kryo- bzw. Thermobehälter u.a.)
  • Transport selbst (vor Blutentnahme mit labor absprechen, v.a. bei Entnahmen freitags)

Dokumentation

  • von einfachen Methoden bis zum automatisierten Labor
  • Referenzbereiche (statistische Auswertung in allen gesunden Populationen mit Ermittlung des Mittelwertes, Normalbereiches, Grenzbereiches und pathologischen Bereiches für jedes Verfahren in einem be-stimmten Zeitraum)
  • am besten standardisierte Bögen (noch besser auf Chipkarte) unter Angabe Tag, Uhrzeit, SI-Einheit, Normwerte und Kommentar von Labor-Arzt mit dessen Unterschrift

Ziel

  • Ergänzung von Anamnese und Status praesens sowie einer Prophylaxe (Screening), Diagnostik, Differentialdiagnostik, Therapie, Verlauf, Rehabilitation, Gutachten und Prognose bestimmter Krankheiten (z.B. Entzündungen, Stoffwechsel-Krankheiten, Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises, genetische bzw. Erbkrankheiten) sowie Mangelzustände

Indikation

  • nahezu jede systemische bzw. generalisierte Erkrankung bzw. lokales Leiden mit systemischer bzw. generalisierter Auswirkung (Infektion, Stoffwechsel, Tumor etc.)

Kontraindikation

  • Nichtnüchternheit (nur bei gezielten Fragestellung)
  • Nichteinwilligung des ansprechbaren Patienten
  • außer bei polizeilicher bzw. gerichtlicher Anordnung zur D der Blutgruppe, des Blutalkohols und des Drogenspiegels
  • KI gegen apparative Zusatztechnik

Technik

  • Entkleidung des Patienten je nach Untersuchung
  • Lagerung des Patienten
Bild: Blutabnahmeplatz
  • ein- bzw. mehrmalige Gewinnung oder Sammlung des Mediums durch venöse, kapilläre oder arterielle Blutentnahme, Gelenk- bzw. Liquorpunktion u.a. durch geeignete (z.T. apparativ kontrollierte) Kanülen-, Katheder-, Sonden- oder Auffangtechniken
  • je nach Labor Lagerung des Mediums bzw. Zentrifugation bzw. Trennung von Serum und Plasma
Bild: Laborarbeitsplatz
  • zügiger Transport (geeignete Gefäße bzw. Transportmittel) in anerkanntes Laboratorium
  • apparative Erfassung der Parameter durch aktinische, physikalische, chemische und biologische Meßmethoden (in-vitro-Diagnostik)
  • Bestimmung des Vorhandenseins, der Aktivität, der Menge bzw. Gehalt eines physikalischen Parameters (Größe, Menge, Anzahl, Anteil, Geschwindigkeit, Druck, Volumen, Temperatur, Osmolarität, Osmolalität, Viskosität u.a.) bzw. eines chemischen Elementes, Ions, Verbindung (Salz, Säure oder Base), Stoffes bzw. Stoffgruppe (Kohlehydrate, Fette, Proteine, Hormone, Vitamine, Enzyme, Pharmaka), eines Mikroorganismus u.a.
  • nach Provokation einer Zelle (semi)quantitative Bestimmung eines Parameters nach Reaktion mit Zelle oder deren Zerstörung (z.B. Lymphozyten-Transformationstest)
  • Methoden zur Fixierung von Zellen und Mikroorganismen und deren Bestandteile (Oberfläche, Gene) bzw. zur Teilung oder Zerstörung von Zellen und Mikroorganismen und deren Stoffwechsel
  • Isolierung von Chromosomen und einzelner Gene

Methoden

Vollblut

Mikroorganismen

  • Bakterien, Chlamydien, Ricketsien, Viren, Pilze, Parasiten, Protozoen u.a.

Zellen

  1. Blutbild
    • Blutbild aus Hämoglobin, Hämatokrit (Anteil von dichterem (Plasma) und flüssigerem (Serum) Anteil des Blutes), Anzahl der Erythrozyten, Leukozyten und Thrombozyten einschl. mittleres Volumen
  2. Differential-Blutbild
    • Auszählung von allen Leukozyten (segmentkernige und stabkernige neutrophile, eosinophile und basophile Granulozyten, Monozyten und B- sowie T-Lymphozyten) in Zählkammern unter mikroskopischer Sicht
  3. Lymphozyten-Typisierung nach Glady bzw. T-Zell-Profil mit quantitativer Aufzählung diverser T- und B-Lymphozyten, (von Killer-, über Helfer- bis hin zu Plasmazellen) Elektrolyte, Mineralien und Spurenelemente
    • Ca, P, Na, K, Cl, Mg, Fe, Cu, Zn, Se, Cr, Li , Mn, B, J usw.
    Schwermetalle
    • Hg, Ag, Sn, Cu, Au, Pl, Pb, Cd, As u.a.
    Vitamine
    • Vitamin B 9 bzw. Folsäure
    • Vitamin B 6 bzw. Pyridoxin
    • Vitamin B 1 bzw. Thiamin
    • Vitamin B 2 bzw. Riboflavin (eingeschränkte Korrelation)

    Antioxidantien

    • als totale antioxidative Kapazität (TAS) zur Bindung überschüssiger freier Radikale von Sauer- und Stickstoff (also reactiv oxigen and nitrogen species bzw. ROS und RNS) in gekühltem Transportmedium!
    • Malondialdehyd (MDA) als erhöhter Marker für Lipidoxidation durch Radikale in gekühltem Transportmedium!
    • Glutathionperoxidase (GPx) in gekühltem Transportmedium!

    Serum

    Elektrolyte, Mineralien und Spurenelemente
    • Ca, P, Na, K, Cl, Mg, Fe, Cu, Zn, Se, Cr, Li , Mn, B, J usw.
    • je nach Anforderung auch als freies Ion bestimmbar
    Schwermetalle
    • Hg, Ag, Sn, Cu, Au, Pl, Pb, Cd, As u.a.
    Gerinnungsparameter
    • Quick, INR, PTT, AT III, D-Dimere, Protein C, Protein S u.a. Gerinnungsfaktoren und -Co-Faktoren
    Metabolite
    • Harnsäure (HRS), Blutzucker (BZ) bzw. Glucose, Lactat, Triglyzeride (TG), ungesättigte, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, Cholesterin bzw. Cholesterol mit HDL, LDL, Lipoproteinen usw., Harnsäure (HRS), Homocystein, Glutathion, Tryptophan u.a. Aminosäuren, Troponin, Myoglobin, Bilirubin, Kreatinin, Harnstoff, Cystatin bzw. glomäruläre Filtrationsrate, Homocystein, Osteocalcin, Crosslaps usw.
    Enzyme
    • ASAT bzw. GOT, ALAT bzw. GPT, γ-GT, LDH, CHE, α-Amylase, Lipase
    • Kreatininkinase (CK) einschl. Isoenzyme von Herz- und Skelettmuskel
    • alkalische Phosphatase (AP) mit Subtypen aus Leber und Knochen (Ostase)
    • Coenzym Q10
    • Glutathion-S-Transferase, diverse Cytochrome zur Quantifizierung der Leberentgiftung und bei Immunopathien
    • Super-Oxid-Dismutase (SOD) bei Immunopathien
    • aktivierte Matraix-Metallo-Proteinase 8 (aMMP8) bei Paradontitis/ose und Immunopathien
    • Indolamin-Di-Oxigenase (IDO) bei Immunopathien, Kopf- und Gesichtsschmerzen
    • Di-Amin-Oxidase (DAO)), Mon-Amin-Oxidase (MAO), Phenolsulfotransferase (PST), Dopamin-Beta-Hydrolase (DBH) bei Nahrungsmittel-Intoleranzen, Kopf- und Gesichtsschmerze
    Entzündungsparameter

    BSG
    • Bestimmung der Senkungsgeschwindigkeit des Plasmas in einer Stunde gegenüber dem Serum in einer standardisierten und senkrecht stehenden Monovette mit Skala und Ständer nach Westergren bei 20-24°C abhängig von der Fibrinogen-Produktion
    • Norm (Frauen < 50.LJ bis 20mm, >50. LJ bis 30 mm, Männer <50. LJ bis 15 mm, >50.LJ bis (20)30 mm)
    CrP
    • C-reaktives Protein als akut-Phase-Protein aus Hepatozyten durch Gen vom Chromosom 1 codiert und durch Interleukin 6 reguliert durch Radio-Immuno-Assay (RIA) oder Enzyme-Linked-Immuno-Absorptions-Assay (ELISA) bestimmt
    • nur bei B-Zellen bzw. Makrophagen-Aktivierung, Interleukin-Produktion und "Leberantwort" erhöht
    • sonst an andere Akut-Phase-Proteine wie Ferritin, Coeruloplasmin und Interferone, Tumor-Nekrose-Faktoren und Interleukine wie 1, 6 und 8 denken
    E-Phorese
    • als Elektrophorese Nachweis von Serum-Eiweißen (Albumin, α1-, α2-. β- und γ-Globuline) mittels Mikrofolie
    Immunfixation
    • als Immun-Elektrophorese Nachweis von monoklonalen Banden bzw. Immunglobulinen (Albumin, α1- und α2-Makroglobulin, Haptoglobin, β-Lipoprotein, Transferrin, Komplement und γ-Globuline) mittels spezifischer Antiseren
    IgA, IgM, IgG (Subtyp IgG3 und 4) und IgE
    • quantitative Bestimmung der Immunglobuline mit unterschiedlichen Methoden (Nephelometrie, Diffusion, Turbidimetrie, Assay und Dotblot)
    AK
    • Antikörper gegen Antigene (z.B. Mikroorganismen) durch Agglutinationstest nach Widal (Yersinien, Shigellen und Campylobacter), ELISA (Yersinien, Chlamydien, Borrelien), Komplementbindungsreaktion bzw. KBR (Campylobacter, Brucellen), EIA, IFT bzw. Immunoblot u.v.a.m.
    • Antikörper gegen Staphylosin, Streptokinase, Streptodomase, Streptolysin O (β-hämolysierende Streptokokken Gruppe A)
    • Lymphozyten-Transformations-test (LTT) gegen lebende, tote oder Bruchteile von Mikroorganismen einschl. Viren, Prione, Proteine…
    RF
    • Rheumafaktor als polyklonales Immunglobulin gegen Fc- aber auch Fab-Region des IgG (mit Subklassen IgG 1, 2 und 3) und IgM gerichtet und von B-Lymphozyten (B-Zell-Precursor-Zellen) in erkrankter Synovialis produziert und mittels Latex-Agglutination, Agglutination von Kaninchen-Erythrozyten (Waaler-Rose-Test), RIA, ELISA oder Nephelometrie bestimmt (vgl. Tab 6.8 S. 16 aus Miehle 1999)
    citrullinierte Proteine
    • anti-citrulliniertes Peptid/Protein Antikörper (ACPA) als Zusammenfassung von cyclischem citrulliniertem Peptid/Protein (CCP), citrulliniertes Vimentin, Fibrinogen u.a.
    HLA
    • Antigene als Oberflächenstruktur auf humanen Leukozyten (z.B. HLA B27, B5, CW6, DR1, DR4, DW14, DR2 und DR3)
    SAA
    • als Vorläufer des Amyloid-A-Proteins aus Fibrillen durch Gen vom Chromosom 11 codiert und durch Interleukin 1, 6 und Tumor-Nekrose-Faktor Alpha (TNF ) reguliert und durch RIA oder ELISA bestimmt
    • Norm (0,3 mg/dl)

    TNF α und γ
    Interferone
    andere
    • Autoantikörper gegen Zellkerne bzw. Nukleus (ANA), DNA (native, Doppelstrang), Ribosomen, Mitochondrien (AMA), Nukleosomen, Histone, Zentromere, Anti-MCV, Kollagen, Knorpel, Synovia, Granulozyten (ANCA), AK gegen Lymphozyten, Monozyten, Thrombozyten, Erythrozyten, Skelettmuskelzellen, Acetylcholin-Rezeptor, glatte Muskeln (ASMA), Herzmuskelzellen, Cardiolipin, Zellen einzelner Organe (Inselzellen, Belegzellen, Intrinsicfaktor, Becherzellen, Leydig-Zellen, Theka-Zellen, Schilddrüse, NSD, NN bzw. -rinde und -mark, Endothelzellen, Nervenzellen einschl. Myelin, Markscheide und Filamente, Hepazoten, Gallenendothel, Membranen und Zellbestandteile einschl. Mikrosomen, Basalmembran von Nephrozyten (Tubuli und Glomeruli)
    • Tumor-Nekrose-Faktor bzw. TNF-Alpha (Aktivität)
    • wie IL 1 (Aktivität), 8 (Chronizität), 4 und 10 (Abwehr)
    • IL-Rezeptoren wie sIL-2R (Chroniziät, autoimmun und spezifisch)
    • IL-Rezeptor-Antagonist wie IL-1RA (spezifisch)
    • Interleukine (v.a. IL 1, 6 und 8 bei Entzündungen)
    • Leukotriene
    • Prostaglandine
    Allergie
    • Antikörper bzw. AK (spezifische IgE und IgG3) gegen vermutete Allergene (einzeln oder in Gruppen bzw. Paneele) bei Typ I-Allergie (und Typ III?)
    • AK (IgG4) bei Nahrungsmittelunverträglichkeit bei Typ III-Allergie
    • Nachweis allergen-spezifischer T-Lymphozyten (Typ IV-Allergie) als Lymphozyten-Transformationstest (LTT) nach Provokation mit Allergene, Erregern, Toxinen usw.
    • Basophilen-Degranulationstest (BDT) als modifizierter CAST-Test bei Histamin-Intoleranzen bzw. Pseudoallergien
    • AK bei Laktose-, Fruktose- und Sorbit-Intoleranz,
    • AK gegen Gliadin, Endomyosin und Transglutaminase bei Sprue, Zöliakie bzw. glutensensitiver Enteropathie
    • C3 und C4 quantitative Bestimmung dieser Komplementfaktoren durch Diffusion und Nephelometrie, Norm C3 (80 - 200 mg/dl) C4 (16 - 47 mg/dl)
    • C1-Esterase-Inhibitor quantitativ und qualitativ (Aktivität)
    Hormone und Aminosäuren
    • Somatostatin, TSH, ACTH, LH, FSH usw.
    • Prolaktin
    • Kortisol bzw. Cortisol, Pregnenolon, Sitosterol, Dehydroepiandrosteron (DHEA) bzw. -Sulfat (DHEA-S), Testosteron, Östriol, Östron, Östradiol, Progesteron, Aldosteron, HCG, Insulin, Aldosteron
    • Dopamin, Noradrenalin bzw. -epinephrin, Adrenalin bzw. Epinephrin, Metanephrin
    • Parathormon, Calcitonin, Thyroxin (auch als freies T4), Trijodtyronin (auch als freies T3),
    • Substanz P, Neurokinin A, calcitonin-gene related peptide (CRRP), vasoaktives intestinales Polypeptid (VIP),
    • Histamin, Melatonin, Serotonin bzw. 5-HT, 5-Hydroxy-Indolsäure (5-HIES)
    • Tryptophan, Cholin, Glycin, Gamma-Aminobuttersäure bzw. GABA
    Vitamine
    • Vitamin A bzw. Retinol (keine Korrelation, erst wenn Speicher in Leber (90%) leer)
    • Pro-Vitamin A bzw. Karotinoide (gute Korrelation im Serum)
    • retinol bindendes Protein (RBP)
    • Vitamin B 9 bzw. Folsäure (eingeschränkte Korrelation im Serum, cave: Nahrungsaufnahme)
    • Vitamin B 12 bzw. Cobalamine (wie MCV und Homocystein wichtiger Stoffwechselparameter mit guter Korrelation im Serum, aber Schilling-Test bei V.a. Malresorption notwendig)
    • Vitamin C bzw. Ascorbinsäure (eingeschränkte Korrelation im Serum wegen Stabilitätsproblemen)
    • Vitamin D bzw. 25-OH und 1,25-OH Calciferol (sehr gute Korrelation für Ernährung, Leber- und Nierenfunktion)
    • Vitamin E bzw. Tocopherole (eingeschränkte Korrelation im Serum, cave: Nahrungsaufnahme)
    "Tumor-Marker"

    Gifte und Medikamente
    • Digitoxin, Benzodiazepine, Drogen usw.
    diverses
    • Zytometrie und Polymerase-Ketten-Reaktion bzw. PCR auf humane u.a. nicht humane DNA sowie auf Produkte des Zellstoffwechsels wie Zell- und Oberflächenproteine bzw. Rezeptoren (HLA, Toll-like Receptor, RANKL)
    Gifte und Medikamente
    • Digitoxin, Benzodiazepine, Drogen usw.
    Liquor
    • Beta-Endorphin, Dysmorphin, N-Acetyl-Beta-Endorphin und Met-Enkephalin

    Urin

    • Hydroxyprolin
    • Cortisol bzw. Kortisol bzw. 17-Ketosteroide
    • Cross-Links (Desoxypyridinolin bzw. DPD)
    • Vanilinmandelsäure
    • Kryptopyrrol(e)
    • Jod u.a. Elektrolyte, Mineralien und Spurenelemente spontan und im Sammelurin über 24 h
    • Schwermetalle spontan und nach Ausleitung

    Stuhl

    Mikroorganismen
    • Bakterien (von Helico- bzw. Campylobacter, über Enteritis-Keime (Typhus, Paratyphus und Enteritis bzw. TPE) bis Fäulnis-Keime, histaminbildende Keime, auch physiologische Darmflora mit allen Acidophilus-, Bifidum-, E coli- und Enterococcus-Species), Viren, Pilze (v.a. Candida, Aspergillus), Parasiten (Helminthen (v.a. Nematoden, Cestoden und Trematoden), Parasiten (v.a. Lamblien und Amöben) u.a.
    Entzündungsparameter
    • sekretorisches IgA, β-Defensin, Lysozym, Laktoferrin, eosinophiles Protein X, Calprotectin, Alpha-1-Antitrypsin
    Toxizitätsparameter
    • z.B. Alpha-1-Antitrypsin, Buttersäure
    Metabolite
    • z.B. Hämoglobin (als Hämoccult-Test), Histamin
    Malresorption/ -assimilation
    • z.B. Verdauungsrückstände
    Enzyme
    • z.B. Pankreas-Elastase,

    Sekrete

    • z.B. aus Zahnfleischtaschen bzw. -zwischenräumen (z.B. Topas-Test nach Haley), Nase, Nasennebenhöhlen nach Provokation, obere Luftwege (Rachen, Mandeln, Kehlkopf, Trachea) nach Husten, Bronchien nach Skopie, Magen- und Dünndarmsaft per Sonde oder Skopie, Vagina, Harnröhre, Prostata nach Provokation, Ejakulat, Auge bzw. Tränenflüssigkeit auf o.g. Faktoren wie Mikroorganismen, Zellen, Elektrolyte, Mineralien bzw. Spurenelemente, Schwermetalle, Metabolite, Enzyme, Entzündungsparameter, Hormone, Vitamine, Tumor-Marker, Gifte und Medikamente
 

Literatur

  1. Bayer W (2005) Der Fettsäure-Status: Grundlagen, Diagnostik, diätetische Beeinflussung. Journal für Orthomolekulare Medizin 13; 4 Reglin, Köln
  2. Bayer W und Schmidt K (2004) Risikofaktor Homocystein. Erfahrungsheilkunde 53: 74-9
  3. Fonk I (2002) Darmparasitose in der Humanmedizin. AKSE, Wörthsee
  4. Gerz W (2002) Biologische Präparate für Diagnose und Therapie in der AK-Praxis. 3. völlig neu bearb. Aufl. AKSE, Wörthsee
  5. Miehle W (1999) Rheumatoide Arthritis. Georg Thieme, Stuttgart New York
  6. Schattenkirchner M (1992) Laboratoriumsdiagnostik. In Jäger M, Wirth CJ (Hrsg.) Praxis der Orthopädie. 2. neubearb. Aufl. Georg Thieme, Stuttgart NewYork 83-7
  7. Warnatz H, Bitsch T (1995) Labor. In Bitsch T (Hrsg.) Klinikleitfaden Rheumatologie. Jungjohann, Neckarsulm Lübeck Ulm 83-108
  8. zahlreiche Publikationen und Vorträge von Institut für Mikroökologie Herborn und Institut für medizinische Diagnostik Berlin-Steglitz
 
      
Aktualisiert: 14.11.2012
 
 
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben