Die extrakorporale Stoßwellentherapie (ESWT)

allgemeine Informationen für Patienten


Die extrakorporale Stoßwellen-Therapie bzw. ESWT ist eine besondere Form der Schmerztherapie. Sie kommt nicht nur bei Steinleiden (früher Gallensteine, heute nur noch Nierensteine), sonder auch bei Verkalkungen und nicht verkalkten Sehnenansatzbeschwerden und Wundheilungsstörungen wie Falschgelenk oder Pseudarthrose sowie offene Beine bzw. Geschwüre (ulcus cruris) zur Anwendung. Die ESWT nutzt die Wirkung von Schallwellen auf Gewebearten und deren Impendanz- bzw. Schwingungsunterschiede, d.h. dass je nach Beschaffenheit treten mechanische und biologische Folgen ein. Einerseits wird ein Stein, eine Verkalkung bzw. Verhärtung zertrümmert, zerbröckelt bzw. aufgelöst. Andererseits werden v.a. Gefäße in Geweben und Wunden zum Wachstum angeregt, was nicht nur mehr Nahrung und Sauerstoff für das Gewebe, sondern schnellere Heilung (Die Wunde, Knochenbildung und -heilung) bedeutet. Je nach Stärke der Schallwellen (man unterscheidet harte und weiche Stoßwellen) muß neben der Nutzung eines Kontaktgels auf der Haut (extrakorporal bedeutet von außerhalb des Körpers) wie beim Ultraschall (Ultraschall-Untersuchung bzw. Sonographie) eine allgemeine (Narkose) oder örtliche Betäubung vorgenommen werden. Vor- und nachher werden entsprechende Aufnahmen (Ultraschall-Untersuchung bzw. Sonographie, Das Röntgen, Die Computer-Tomographie) zur genauen Analyse und Beobachtung angefertigt. Beim Falschgelenk oder Pseudoarthrose muß unter Ruhigstellung, Entlastung bzw. Schonung erst der Erfolg per Röntgen abgewartet werden. Bei Verkalkungen und nicht verkalkten Sehnenansatzbeschwerden (Werfer-, Golfer- und Tennisellenbogen, Die Kalkschulter, Fersensporn und Plantarfascitis) sind Schmerzmittel, Wärme und Bewegung zur besseren Durchblutung angezeigt. Gerade die schmerzfreie weiche (niedrigenergetische) Stoßwelle kommt immer häufiger erfolgreich bei muskulären Beschwerden (Muskelverspannung bzw. Myogelose, Der Triggerpunkt, Der myofasziale und neuropathische Schmerz, Die Fibromyalgie) zum Einsatz.
      
Aktualisiert: 22.01.2014
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben