Die Gichtmittel

allgemeine Informationen für Patienten


  • Gichtmittel senken die Harnsäure bei einer Gicht, welche in den kranken Zellen entsteht, ins Bindegewebe, Blut und damit auch Organe wie die Niere sowie Gelenke (Gelenkentzündung bzw. Arthritis) abgegeben wird. Sollte eine Diät, bei der so genannte Purine nicht aufgenommen werden dürfen, nicht ausreichen, helfen Gichtmittel bei der Hemmung der Entzündungsreaktion, Einlagerung der Harnsäure bzw. Purine sowie Aufnahme im Rahmen der Verdauung und bei der Beschleunigung der Ausscheidung durch Darm und Blase.

allgemeine Informationen für Kollegen


Einteilung

Colchicin
  • Wirkung (Hemmung der Phagozyten durch Mitose-Unterbrechung)
  • Indikation (Gichtanfall)
  • Galenik (oral, i.v.)
  • Dosis (bis 1,2 mg initial, dann nur noch 1 x 0,6mg nach 1h, gel. 1-2 x 0,5mg/d als Prophylaxe über 6 Monate möglich)
  • NW (Nausea, Vomitus, Emesis, Diarrhoe, Nephropathie, KM-Depression, Alopezie, Paralyse!)
  • Pharmaka (Colchicum dispers ®)
Urostatika
  1. Allopurinol
    • Wirkung (durch Ähnlichkeit mit Hypoxanthin und Affinität zu Xanthinoxydase Einbau in Harnsäuresynthese und langsamere Synthese von Harnsäure bei gleichzeitigem Stau von Xanthin und Hypoxanthin, welche besser renal eliminiert werden)
    • Galenik (oral)
    • Dosis (einschleichend 100 mg/d, aller 2 Wochen um 100mg/d steigern bis Normalisierung Serumspiegel, max. 600mg/d)
    • NW (Allergie, Vasculitis, Lyell-Syndrom, Stephens-Johnson-Syndrom, Xanthinsteine)
  2. Febuxotat
    • auch Inhibitor der Xamthinoxidase, 80-120mg/d, nicht renal, sondern auch hepatogen eliminiert
Urikosurika
  1. Probebecid (Benemid ®)
  2. Sulfinpyrazon (Anturano ®)
  3. Benzbromaron (Uricovac ®)
Kombinationen
  1. Allopurinol und Benzbromaron
      
Aktualisiert: 12.08.2012
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben