Die Knorpelmittel

allgemeine Informationen für Patienten


  • Knorpelpräparate werden als Chondoprotektiva, welche sich in den Knorpel einlagern, Defekte auffüllen und somit einer Beschleunigung der Abnutzung entgegen wirken sollen, bezeichnet. Es sind in der Tat Substanzen, welche normalerweise von den Knorpelzellen gebildet und in die Knorpelmatrix eingelagert werden, wo sie ein stark verzweigtes Netz aus Eiweißen und Zuckern bilden, Wasser und andere Stoffen binden und ein "Polster" aufbauen (Das Bindegewebe, Der Knorpel, Das Gelenk).
  • Eines der bekanntesten ist die Hyaluronsäure, welche eben nicht nur Falten in der Haut reduziert!
  • Neben Glucosamin, Chondroitin, Schwefelverbindungen wie Methyl-Sulfonyl-Methan (MSM) müssen hier v.a. die Co-Enzym Ascorbinsäure (Vitamin C) sowie die Salze, Minerale, Elektrolyte bzw. Spurenelemente Kalzium, Magnesium, Mangan, Selen, Zink und Kupfer genannt werden (Die orthomolekulare Medizin).
  • Wie keine andere chemische Gruppe wirken sie an der Ursache von Arthrosen und haben dabei je nach Aufnahme (entweder über eine Gelenkpunktion oder über den Magen-Darm-Trakt (orthomolekulare Medizin)) im Vergleich zu Schmerz- bzw. Rheumamitteln (Schmerztherapie, Rheumamittel, Glucocorticoide bzw. Kortison) praktisch keine Nebenwirkungen.
  • Warum sie nicht von den deutschen Krankenkassen übernommen werden, ist nicht nur den Orthopäden unklar.

spezielle Informationen für Kollegen


Synonym

  • Chondroprotektiva
  • Antiarthrotika (Zippel 1996)
  • Knorpeltherapeutika

Einteilung

Glycosaminoglycanpolysulfate bzw. GAGPS
  1. Hyaluronsäure (Hyalart ®, Go-on ®, Ostenil ®, Synvisc ®, Hya-ject ®, Durolane ® usw.)
D-Glukosaminosulfate
  1. D-Glucosaminsulfat (Dona ®, Progona ®)
Aminsäuren
  1. Kollagen-Hydrolysat (Mobi forte ®)
Salze, Minerale, Elektrolyte bzw. Spurenelemente
  1. Calcium-Verbindungen (z.B. als Citrat, Malat, Aspartat, Lysinat)
  2. Mangan (z.B. als Gluconat)
  3. Magnesium, Selen, Zink, Kupfer usw.
andere
  1. Chondroitin(sulfat)
  2. Methyl-Sulfonyl-Methionin bzw. MSM
  3. Sulfomucopolysaccharidpeptide (Arumalon ®)
  4. Pentosanpolysulfate (SP 54 ®)
  5. Superoxid-Dismutase (Peroxinorm ®)
  6. Oxaceprol (AHP 200 ®)
  7. β-Sitosterin (Flemun ®)
  8. Ademetionin bzw. S-Adenosyl-Methionin bzw. SAM (Gumbaral ®)
      
Aktualisiert: 19.01.2011
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben