Die Rehabilitation

allgemeine Informationen für Patienten


  • Die Rehabilitation (Reha) bedeutet Wiedereingliederung und umfasst einen Komplex medizinischer und sozialer Maßnahmen zur schulischen, beruflichen und sozialen Maßnahmen eines verunfallten, kranken bzw. behinderten Menschen.
  • Voraussetzung ist, dass er versichert ist. Denn nun greift das Sozialgesetzbuch bei dem Ziel "Reha vor Rente".
  • Zur medizinischen Reha gehört schon die mündliche Aufklärung durch Arzt, Sozialarbeiter, Rehabilitationsberater und Berufshelfer, jede Früherkennung von Behinderungen (Ultraschall-Untersuchung bzw. Sonographie der Säuglingshüfte), Risikofaktoren und Krebs sowie natürlich alle Operationen und konservative Behandlungen laut Katalog der Kassen über Rezepte im Rahmen von ambulanten Behandlungen (medizinisches Krafttraining bzw. Trainingstherapie, Die Krankengymnastik, Die Ergotherapie), Kuren und Anschlußheilbehandlungen bzw. AHB durch Kassen, Berufsgenossenschaften und Rentenversicherung, Rehabilitationssport und Funktionstraining
  • Zu schulischen, beruflichen und sozialen Einrichtungen bzw. Maßnahmen für Kranke und Behinderte gehören Sonderkindertagesstätte bzw. -schule, Berufsbildungs- und -förderungswerk, berufliche Belastungserprobung durch die Berufsgenossenschaften, stufenweise Wiedereingliederung in den Arbeitsprozeß (Hamburger Modell), innerbetriebliche Organisation oder Einrichtung eines ergonomischen Arbeitsplatzes (Teilhabe am Arbeitsleben), Wohnungshilfe, Kfz-Hilfe usw.
  • Schade ist nur, dass Politiker, Industrielle und gesunde Menschen selbst zu wenig für Aufklärung und Vorsorge tun, einem Verunfallten, Kranken bzw. Behindertem die Bürokratie oft einen Stein in den Weg legt und das er dann auf dem "sozialen" Arbeitsmarkt keine Chance mehr hat, da er nicht mehr seine Ware "Arbeitskraft" verkaufen kann.

spezielle Informationen für Kollegen


Synonym

  • Wiedereingliederung

Definition

  • Komplex medizinischer und sozialer Maßnahmen zur privaten, beruflichen und sozialen Wiedereingliederung

Voraussetzung


Anordnung

  • Anamnese und Befund
  • Ziel (Nahziel im Hinblick auf dolor sowie tumor und Fernziel im Hinblick auf functio läsa)
  • schriftliche Anordnung, Rezept bzw. Heilmittelverordnung durch Arzt
  • Überprüfung der Indikation und Kontraindikation

Aufklärung

Behandlunsplan

Medien und Geräte

Kostenträger

  • gesetzliche Krankenversicherung, Rentenversicherung und Unfallversicherung
  • Deutsche Rentenversicherung
  • Landesversorgungsämter und Versorgungsämter, Hauptfürsorgestellen und Fürsorgestellen
  • überörtliche und örtliche Träger der Sozialhilfe und öffentlichen Jugendhilfe
  • Arbeitsamt

gesetzliche Regelung

  • Sozialgesetzbuch (SGB) III: Arbeitsförderung
  • Sozialgesetzbuch (SGB) IV: Sozialversicherung
  • Sozialgesetzbuch (SGB) V: gesetzliche Krankenversicherung
  • Sozialgesetzbuch (SGB) VI: gesetzliche Rentenversicherung
  • Sozialgesetzbuch (SGB) VII: gesetzliche Unfallversicherung
  • Sozialgesetzbuch (SGB) IX: Rehabilitation
  • Sozialgesetzbuch (SGB) III: soziale Pflegeversicherung

Ziel

  • Reha vor Rente

Indikation

  • eigentliche alle Arbeitsunfähigen und Arbeitswilligen

Kontraindikation

  • Rentenbegehren

Technik


medizinische Rehabilitation

  • mündliche Aufklärung des Patienten je nach Behandlungs- bzw. Therapieziel und -programm durch Arzt, Sozialarbeiter, Rehabilitationsberater und Berufshelfer
  • Früherkennung (screening) von Behinderungen (Ultraschall-Untersuchung bzw. Sonographie der Säuglingshüfte)
  • Operationen zur Verhütung einer Verschlimmerung bzw. Wiederherstellung der Gesundheit (Die orthopädisch-unfallchirurgische Operation)
  • konservative Behandlungen laut Katalog der Kassen im Rahmen von ambulanten Behandlungen (Rezepte, Heil- und Hilfsmittelverordnungen) und Rehabilitationen (EAP, AOTR bzw. Muster 60/61), teilstationären oder stationären Anschlussheilbehandlungen (AHB), Anschlussrehabilitationen (AR), Berufsgenossenschaftlichen Weiterbehandlungen (BGSW), stationären Heilverfahren (HV), intensiver Rehabilitationsnachsorge (IRENA), ambulantem Rehabilitationssport und Funktionstraining ("rosa Schein" bzw. Muster 56/57/58)

schulische Rehabilitation

  • Sonderkindertagesstätte bzw. -schule
  • Berufsbildungs- und -förderungswerk

berufliche Rehabilitation

  • berufliche Belastungserprobung (BGSW+) und Berufshelfer
  • stufenweise Wiedereingliederung in den Arbeitsprozeß (Hamburger Modell)
  • berufsfördernde Maßnahme mit beruflicher Wiedereingliederung, innerbetrieblicher Organisation oder Einrichtung eines ergonomischen Arbeitsplatzes und Rehabilitationsberater (Teilhabe am Arbeitsleben)

soziale Rehabilitation

  • Wohnungshilfe
  • Kfz-Hilfe

Methoden

      
Aktualisiert: 25.11.2010
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben