Bäder- bzw. Balneotherapie

allgemeine Informationen für Patienten


  • Die Bäderbehandlung bzw. Balneotherapie ist eine Form der Wasserbehandlung (Wasser- bzw. Hydrotherapie), wobei das Wassers in flüssiger oder gasförmiger Form mit oder ohne hydrostatischen Reiz zur Prophylaxe, Therapie, Training und Rehabilitation von Erkrankungen des Gesundheitszustandes angewendet wird.
  • Das seit dem 5. Jh vor unserer Zeitrechnung bekannte Bad kann man als Teilbad (z.B. Armbad, Fußbad, Sitzbad), als Halbbad, 3/4-Bad oder gar Vollbad anwenden. Durch die Temperatur des Wassers wird ein entsprechender Reiz mit spezifischer Wirkung ausgelöst. Alle Bäder über 35° C sind mit einem wärmendem Effekt (Wärme- bzw. Thermotherapie) verbunden. Durch das zusätzliche Eintauchen größerer Körperabschnitte bis zum Vollbad wird ein nicht unerheblicher Reiz auf den Kreislauf bzw. des Herz ausgelöst. Daneben kann durch erwärmte Peloide wie Lehm, Fango, Parafango, Pelose, Moor, Schlamm, Schlick u.a., durch in warmes Wasser getränkte Tücher, Lappen, Wickel u.a. ein weiterer mechanischer Effekt (Die Massage) erzeugt werden. Das alles dient der Anregung des Immunsystems wird auch beim Saunabad, einem Heißluftbad mit unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit und anschließender Kälteapplikation (Die Sauna) beabsichtigt.
  • So entstand nicht nur der Begriff einer Kur (heilen, auskurieren), sondern auch der Titel eines staatlich anerkannten Kurortes (Bad…).
  • Aufgrund fehlender Statistiken bei chronischen bzw. nicht-unfallbedingten Erkrankungen und Gelder lehnen die Krankenkassen immer häufiger "Kuren" ab und schieben den "schwarzen Peter" den Rentenversicherungen zu. Leider muß ein Patient durchschnittlich 4 Jahre warten, um sich nach langen bürokratischem Hick Hack in einem staatlich anerkanntem Kurort 3-4 Wochen "auszukurieren".

spezielle Informationen für Kollegen


Definition

  • Anwendung des Wassers in flüssiger oder gasförmiger Form mit oder ohne hydrostatischen Reiz zur Prophylaxe, Therapie. Rehabilitation von Erkrankungen und Training des Gesundheitszustandes

Voraussetzung

Aufklärung

  • mündliche Aufklärung bzw. Einweisung des Patienten (Auskleiden, Hitzegefühl in Sauna, Druckgefühl durch Wasser, Atmung je nach Wasserdampf)

Einrichtung

  • Bäderabteilung mit speziellen Wannen für Teil- und Vollbäder
  • Sauna
  • Kureinrichtung

Ziel

Technik

  • Teilbad (z.B. Armbad oder Fußbad als 2-Zellen- oder 4-Zellen-Bad, Sitzbad)
  • Halbbad oder 3/4-Bad
  • Vollbad
  • Saunabad (Heißluftbad mit anschließender Kälteapplikation)

Methoden

Literatur

  1. Cordes JC (1988) Physiotherapie. 4. Aufl. Verlag Volk und Gesundheit, Berlin 120-37
  2. Kolster B, Ebelt-Paprotny G (1996) Physiotherapie. 2. neu bearb. Aufl. Jungjohann, Neckarsulm Lübeck Ulm 226-7
  3. Knauth K, Reiners B, Huhn R (1986) Physiotherapeutisches Rezeptierbuch. 4. überarb. Aufl. Volk und Gesundheit, Berlin
      
Aktualisiert: 30.07.2010
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben