Therapie bzw. Behandlungsmethoden

Im Rahmen der ganzheitlichen bzw. biologischen Orthopädie kommen immer mehr therapeutische bzw. Behandlungsmethoden und -verfahren zum Einsatz. Dazu zählen die Pharmakotherapie bzw. Anwendung von Medikamenten oder Arzneimittel, die Orthopädie-Technik, die Verbände, die Physiotherapie, die Chirotherapie, die Akupunktur, die Neuraltherapie, die örtliche Betäubung und die Operation.
Neben chemisch hergestellten Medikamenten werden auch Pflanzenstoffe, Homöopathie und Bioresonanzverfahren (unterschiedliche Stromfrequenzen) angewendet. Die technische Orthopädie unterscheidet Hilfsmittel, Einlagen, Schuhzurichtungen am Normalschuh und den orthopädischen Schuh, Bandagen, Orthesen, Mieder und Korsette sowie Prothesen. Selten wird noch ein Quengel- bzw. Redressionsverband angewendet. Auch der Gipsverband kommt nur bei bestimmten Verletzungen, Entzündungen und dem Klumpfuß zur Anwendung. Am häufigsten werden Tape- und elastische bzw. klassische Wundverbände durchgeführt. Zu den physikalischen Maßnahmen zählen neben der nur durch Ärzte durchzuführenden Chirotherapie Kälte- und Wärmeanwendungen, diverse Stromformen, Massagen, Manuelle Therapien an Muskeln, Faszien, Sehnen und Kapseln sowie Hirnhäuten, Bindegewebe und Lymphe, Wasser- und Saunakuren, alle Bewegungstherapien bis zum Kraftsport bzw. -training. Im Rahmen der örtlichen Betäubung kommen so genannte örtliche Betäubungsmittel zur Ausschaltung von Nervenempfindungen bei Operationen und akuten Schmerzen zur Anwendung. Zusätzlich können bei der Neuraltherapie wie bei der Akupunktur Nerven, Hormone und das Immunsystem bei Funktionsstörungen aller Organen und Muskeln angeregt werden.
Operationen am Bewegungssystem sind bei Knochen-, Gelenk- und Erkrankungen der so genannten Weichteile wie Sehnen, Muskeln und Bindegewebe möglich. Man unterscheidet im Rahmen der Gelenkchirurgie u.a. Schulter-, Knie-, Hand- und Fußchirurgie sowie offene und endoskopische Eingriffe wie die Gelenkspiegelung, welche ambulant häufig durchgeführt werden. Stationär dominieren neben den Osteosynthesen bei Knochenbrüchen die Einpflanzung von künstlichen Gelenken. Eine gesonderte Stellung nehmen die Wirbelsäulen-Operationen zum Schutz der Nerven ein.
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben