Randgebiete der Orthopädie

Natürlich ist die ganzheitliche bzw. biologische Orthopädie und Unfallchirurgie auf andere Fachgebiete angewiesen. Dazu gehören die Kinder- und Jugendheilkunde, die sich v.a. mit angeborenen Erkrankungen wie Fehlbildungen bzw. -entwicklungen der Gliedmaßen, der Knochen und der einzelnen Gewebe sorgt. Weiterhin ist die Sport- und Unfallmedizin zu erwähnen. Sie kommt bei wiederholten Überlastungserscheinungen und klassischen Traumata mit deren Folgen am Bewegungssystem mit konservativen und operativen Maßnahmen (z.B. bei Sehnenrissen und Knochenbrüchen) zur Anwendung. Die Nervenheilkunde, die quasi die Verbindung zu Muskulatur und Vegetativum darstellt, ergänzt die orthopädische Diagnostik und Therapie in jeder Altersgruppe und unterteilt sich sogar in Gebiete der Kinderneurologie bei frühzeitigen Störungen von Bewegungsmustern oder Neuroorthopädie bei sekundären Auswirkungen von Nervenerkrankungen auf das Bewegungssystem. Die Rheumatologie und ihr internistischer Ansatz bei entzündlichen Erkrankungen und sekundärem Befall aller Schleimhäute sowie Gelenke und Knochen unterstützt die Rheumaorthopädie vor, während und nach der Behandlung von Gelenkzerstörungen. Ein übergreifendes bzw. interdisziplinäres Gebiet zur Diagnostik und Therapie aller Tumoren wird als Onkologie bezeichnet. Gerade bei Wirbelsäulenmetastasen wird mit der Neurochirurgie eng zusammengearbeitet. Schließlich hat die Schmerz- und Psychotherapie mit ihrem multimodalem Ansatz beim chronifiziertem Schmerz ab 3 Monaten eine zeit- und kostenreduzierende Wirkung mit dem Ziel der Vermeidung von zu vielen Nebenwirkungen durch standardisierte Pharmaka und nicht indizierte operative Eingriffe.
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben