Leberfunktionsstörungen

allgemeine Informationen für Patienten


  • Bevor es zu Erkrankungen der Leber (Hepatosen) kommt, kann ihre Funktion gestört sein. Das lässt sich nicht so einfach im Labor erkennen . Eine Leberzelle ist für tausende chemische Reaktionen verantwortlich. Selbst ein so genannter Leberspezialist arbeitet mit Bauchchirurgen, Hämatologen bzw. Gerinnungsspezialisten, Endokrinologen (Hormonspezialist), Immunologen, Infektologen bzw. Mikrobiologen und Ökotrophologen (Ernährungspezialist) zusammen.
  • Neben der Bereitstellung von Glycogen (dem Zucker in Speicherform) und des Aufbaus von zusammengesetzten Stoffen wie polymere bzw. Mehrfach-Zucker, Körper-Fette und Protein (komplex)e sowie deren Kombinationen (Proteo- und Glycosaminoglykane, Lipoproteine, Phospho-, Sphingo- und Glycolipide sowie Glykoproteine wie Myoglobin, Hämoglobin, Gerinnungsfaktoren, Kollagene,Enzyme, Hormone u.a.) aus Einfach-Zucker wie Glucose (dem eigentlichen Traubenzucker), Fructose (dem Fruchtzucker), Zuckerersatzstoffen, Cholesterin, Triglyceride, Fett- und Aminosäuren sowie Vitaminen und essentiellen Mineralien bzw. Salzen ist der Abbau von älteren, kranken und toten Zellen bzw. zusammengesetzten Stoffen (u.a. Fette und Hormone) in Abbauprodukte ihre Hauptaufgabe (Die Ernährung)
  • Neben dem Wachstum, was in der TCM dem Frühling des Mikrokosmos Mensch bedeutet (Die traditionelle chinesische Medizin) wird letzteres v.a. in der Pubertät, während Krankheiten, nach Infektionen, Vergiftungen, Überanstrengungen, Sport, Verletzungen und Operationen sowie in der Menopause bzw. Andropause (das ist die Menopause des Mannes) gefordert.
  • Einerseits sorgt nun die Leber nach Abbau o.g. Stoffe für das Recycling, andererseits scheidet sie über die Gallenwege einen großen Teil des Abfalls wieder aus. V.a. die abgebauten Blutfarbstoffe sorgen für die Farbe des Stuhlganges oder eben die der Haut bei der so genannten Gelbsucht, dem Ikterus. (Das kennt auch jeder nach einer Blutung, wo nach einer Verfärbung des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin zum "blauen" Fleck (durch Oxidation bzw. Übersäuerung im Gewebe) schließlich durch Enzyme aus der Leber Grün (Biliverdin) und Gelb (Bilirubin u.ä.) entsteht.)
  • Eine andere Art der Entgiftung(sstörung) können der Durchfall, das Völlegefühl bzw. der Blähbauch, das Aufstoßen, der Schluckauf, das Sodbrennen, die Übelkeit und das Erbrechen sein (Verdauungsstörungen).
  • Wiederum andere Stoffe werden wieder ins Blut abgegeben, um durch andere Organe und Gewebe ausgeschieden zu werden. So sind sie im Blutkreislauf erhöht und beeinflussen v.a. Nervenzellen. Hier kommen die Müdigkeit (Erschöpfungs-, burn out bzw. chronic fatigue syndrom) und der Schwindel bei Karussell- und Schiffsfahrten (Die Histamin-Intoleranz) mit ins Spiel.
  • In erster Linie sind für Ausscheidung solcher Substanzen die Nieren zuständig, was je nach Überlastung an Menge, Farbe, Geruch und ph-Wert des Urins (Übersäuerung bzw. Acidose) erkennbar ist.
  • Darüber hinaus ist die Leistung der Lunge nicht zu unterschätzen und der Polizei bei flüchtigen Stoffen, wie Alkoholen bestens bekannt… wird jedoch nur im Straßenverkehr getestet! Hier könnte die Schulmedizin lernen und so Patienten untersuchen, welche andere flüchtige Stoffe über die Atemwege ausscheiden, ohne Alkohol zu sich genommen zu haben und dadurch nicht nur Mundgeruch verspüren, sondern auch krank werden (Die Allergie). Dies ist der TCM als verstopfte Nase oder Sinusitis schon seit tausenden von Jahren bekannt.
  • Das größte Entgiftungsorgan ist jedoch die Haut! Das beginnt mit dem Schweiß, welcher nicht nur gehäuft, sondern auch übelriechend auftritt. Die Hornhaut v.a. an Füßen ist ebenfalls ein Symptom der gestörten Entgiftungskapazität. Durch zusätzliche Faktoren, welche teils gesichert und oft unklar sind, kommt es Entzündungen wie Neurodermitis (atopisches Ekzem bzw. Neurodermitis) bzw. dem atopischen und anderen Ekzemen, wozu die Psoriasis (Schuppenflechte), die Rosazea und die Akne gehören. Den Löwenanteil der nicht mehr ausscheidbaren Substanzen bzw. Schlacken übernimmt das (Unterhaut)-Fettgewebe, welches überall zunimmt. Das beginnt an den Augenlidern, am so genannten Doppelkinn, am "Stiernacken", so genannten Hormonbuckel, an der weiblichen Brust bei Männern, überwiegt als so genannte "Schwimmringe" oder gar "Bierbauch", bei dem ein Hormonmangel in der Leber vorliegt, und endet an den Hüften als Hüft- oder Kummerspeck, den Beinen bzw. dicken oder strammen Waden. An den Fesseln kennt man es als "knuckl pads".
  • Alles wird dann als Übergewicht, Adipositas oder gar Fettsucht bezeichnet und da immer Cholesterin im Labor erhöht gemessen wird, so genannte Fettsenker verschrieben. Das ist nicht korrekt (siehe Literatur "Die Cholesterin-Lüge" von Prof. Hartenbach)!
  • Bevor man nun teure Untersuchungen anstrebt, sollte man natürlich als erstes die Nahrungsaufnahme der Einfach-Zucker wie Glucose (dem eigentlichen Traubenzucker), Fructose (dem Fruchtzucker), Zuckerersatzstoffen, Cholesterin, Triglyceride, Fett- und Aminosäuren sowie Vitaminen und essentiellen Mineralien bzw. Salzen besser kontrollieren. Schon Hippokrates hat dies erkannt. Heute weiß man, dass der Mensch ist, was er isst.
  • Leider sind die o.g. Speisen durch Konservierungsstoffe vor Verfall durch Sonne, Luft, Feuchtigkeit, Hitze und Mikroorganismen geschützt und in Plastik verpackt, so dass dies die Entgiftungskapazität v.a. beim geschädigten Darm (Die Dysbiose) überschritten wird. Das bezeichnet man als "leaky gut syndrome" oder Syndrom des offenporigen Darmes, bei dem solche Stoffe einschließlich so genannter Weichmacher wie Phthalate in die Leber gelangen. Da kann man doch gleich zum Alkohol greifen…nein…genau das vertragen diese Menschen nämlich gar nicht. Sie haben sofort Vergiftungssymptome wie Betrunkene und einen "Kater"! Diesen Patienten sieht man manchmal ihre Erkrankung an: trockenes Haar und Nägel mit Verfärbung mit oder ohne Pilzbefall, lichte Haardecke auf dem Scheitel, tränende Augen, rote Zunge, Lippen, Wangen und Handinnenflächen, grobes Hautrelief mit besonderen "Leber"-Flecken (spider naevi), evtl. wulstige Nase, charakteristischer Geruch, Schlafstörungen ca.3 Uhr, Cholerie (halt Morbus Beethoven!), Hämorrhoiden, Krampfadern bzw. Varizen, Dupuytren-Kontraktur an der Hand, Ledderhose-Kontraktur am Fuß u.a. internistische Befunde…
  • Was genau zu einer nicht Alkohol bedingten Fettleber (non alcoholic steatosis hepatis bzw. NASH oder non alcoholic fatty liver disease bzw. NAFLD) führt ist noch unklar und hängt mit dem Zuckerstoffwechsel zusammen.

Entgiftungstipps

  • Da eine Mahlzeit im Kopf beginnt, muss man nun mal auf den Kellner warten oder selber kochen, so dass "das Wasser im Munde zerläuft"… Es muss von fast food abgeraten werden.
  • Nach dem Essen sollte man ruhen oder …, wo zu nicht der Arbeitsstress gehört.
  • Nach der Regel der TCM arbeitet die Leber mit "ihrer" Gallenblase 23 bis 1 Uhr, was bedeutet, dass abzüglich der Magen-Darmtätigkeit nach 19 Uhr nichts mehr gegessen werden sollte.
  • Noch kritischer ist die letzte Aufnahme von Zucker und Fetten zu sehen, welche sowieso nur am "Tage" von Hirn, Herz und Muskeln benötigt bzw. "verbrannt" werden. Damit sollte nach 15 Uhr Schluss sein.
  • Die beste Verdauungsleistung besteht ab 7 Uhr.
  • Bei jeder Mahlzeit kann man nun die Säurekapazität des Magens mit "Saurem" oder einem Aperitif mit so genannten Bitterstoffen (Amara) erhöhen. Dazu sollte man kurz vorm Essen etwas davon einnehmen und nicht ständig durch Medikamente (so genannte Protonen-Pumpen-Hemmer) und unabhängig von Mahlzeiten den Magen "blocken". So werden auch viel weniger Salze wie Kalzium und Magnesium aufgenommen, was nur zu schwachen Muskeln (auch Herz!), Knochen und Nerven (Erschöpfungs-, burn out bzw. chronic fatigue syndrom) führt.
  • Noch wichtiger ist die Bauchspeicheldrüse, welche nicht nur das Insulin "herstellt", speichert und frei gibt, sondern mit ihren Säften angeregt und gepflegt werden sollte. Sie benötigt nun mal als Vorspeise vor jeder großen Mahlzeit (v.a. abends nach 15 Uhr!) Obst oder Gemüse ohne Milchprodukte, sondern nur Pflanzenöle. Das bedeutet, dass man mindestens 3 x pro Tag bis 15 Uhr Obst oder Gemüse und danach nur noch Gemüse mit weniger Zuckeranteil essen sollte.
  • Als Vitamin B12-, Vitamin D-, Zink-, Eisen- und Eiweißquelle reichen leider Pflanzen nicht aus. Statt der 4- und 2-Beiner sei hier der 0-Beiner bzw. das Wassertier empfohlen. Das lehrt uns die mediterane und japanische Küche (Die Ernährung).
  • Bitte erhitzen sie so wenig wie möglich das Essen (Ausnahme sind Getränke, welche nur dann genießbar sind). Das zerstört nur die wichtigen Vitamine Pro A, B und C. Keime kann man auch durch Kauf von Frischem?! (und das bei unserer Landwirtschaftspolitik…), Tiefgefrorenem (immer noch das sicherste), in trockener bzw. heißer Luft Aufgehangenem bzw. in Essig, Öl oder Salz Gelagertem mindern. Ob Magnetfelder, kolloidales Silber oder andere keimtötende Maßnahmen wirksam und frei von Nebenwirkungen sind, ist fraglich, aber besser als "Chemie"!
  • Es sei bemerkt, dass Hygiene beim bzw. vor und nach dem Essen (Obst, Gemüse und Händewaschen nicht vergessen) nicht mit Sterilität ohne jegliche nützliche Bakterien, welche der Darm als Symbionten braucht (Störungen des Immunsystems), verwechselt werden darf.
  • Der großen Unbekannten: Darm sind einige Kapitel gewidmet (Die Nahrungsmittelunverträglichkeit und -intoleranz, Verdauungsstörungen, Die Dysbiose, mikrobiologische bzw. probiotische Therapie, Candida und andere Pilze, Die Histamin-Intoleranz). In der TCM greift gern der Darm die Leber an, was mit dem leaky gut beschrieben ist. Es gibt jedoch nicht die einzelne Ursache für Störungen des Darms. Da wäre die Galle(flüssigkeit), welche in den Zwölffingerdarm, einem Teil des Dünndarms, genau wie die Säfte der Bauchspeicheldrüse fließt, die Säfte und Bakterien des Dünndarm beeinflussen wiederum die des Dickdarms. Hier können nur Ernährungstipps helfen, welche seine Tätigkeit unterm Einfluß des eigens eingerichteten Nervensystems (Das vegetative Nervensystem) harmonisieren. Neben den o.g. Empfehlungen kommen nun v.a. die Ballaststoffe, der Wasserhaushalt mit mindestens 2 Liter pro Tag (Das Wasser), der körperliche Ausgleich (Gesundheitstraining und -schulen) und die emotionale Entspannung (Adapatations- und Streßsyndrom) sowie die orthomolekulare Medizin (Die orthomolekulare Medizin) dazu. Hier kommen Giftbinder wie Algen, Heilerde und Vulkanasche (so genannte Klinolithe), welche die (Wieder)Aufnahme von Schwermetallen verhindern sollen, Ballaststoffe und Darmflora, welche den Speisebrei bzw. das Unnütze gar nicht erst an die Darmwand bzw. in die Darmgefäße und Lymphe lassen, sowie sekundäre Pflanzenstoffe wie Silymarin aus der Mariendistel, Artischocke, Löwenzahn bzw. Ruccola, welche in den unterschiedlichen Phasen der Entgiftungsprozesse der Leber(zellen) helfen.
  • Nahezu jede Richtung der Naturheilkunde nimmt den Darm sehr ernst. Ob es die Mikrobiologen am Blut- und Stuhlbefund, so genannte Mayr-Ärzte, Heilpraktiker und Akupunkteure über die Iris, das Gesicht, die Zunge und den Laib sehen, die Kinesiologen über Muskelkrafttests oder Osteopathen an der Faszienspannung fühlen, ist dabei nur der Weg zum Ziel, der Verhinderung einer Funktionsstörung der Leber.
      
Aktualisiert: 07.12.2014
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben