Nierenfunktionsstörungen

allgemeine Informationen für Patienten


  • Bevor es zu Erkrankungen der Nieren (Nephrose) kommt, kann ihre Funktion gestört sein. Das lässt sich noch nicht im Labor erkennen. Erst bei Anstieg der so genannten harnpflichtigen Substanzen wie Kreatinin und Harnstoff im Blut, spricht man in der Schulmedizin von einem akuten oder chronischen Nierenversagen bzw. Niereninsuffizienz. Neuerdings wird Cystatin C im Blut bestimmt und die glomäruläre Filtrationsrate (GFR) aus einigen Werten errechnet (Das Labor).
  • Anfangs verläuft eine Niereninsuffizienz, solange die Nierenfunktion nur leicht eingeschränkt ist, ohne Beschwerden. Manche Betroffenen klagen über uncharakteristische Beschwerden wie gestörtes Durst- und Kälteempfinden bzw. Frieren, sogar Zittern, Müdigkeit, Erschöpfung und Leistungsschwäche (nach den Regeln der TCM ab 15 Uhr), Nacken-, Rücken- und/oder Gelenk- einschl. Fersenschmerzen, Kribbeln in den Fingern und Beinen sowie häufiges Wasserlassen mit sehr hellem und wenig konzentriertem Urin (Die traditionelle chinesische Medizin).
  • Der erste Nachweis gelingt nach Ausscheidung von Eiweißen bzw. Proteinen im Urin, was man als Proteinurie bezeichnet und leider riechen kann. Es kann es zu einem Blutdruckanstieg (Bluthochdruck bzw. arterieller Hypertonus) durch Veränderungen im so genannten Renin-Angiotensin-System kommen. Abhängig von der Ursache einer Niereninsuffizienz, kann sich Blut im Urin befinden. Dabei kann es sich um wenige rote Blutkörperchen oder größere Blutmengen (bräunliche Verfärbung des Urins) handeln. Zu den Folgeerkrankungen zählen Blutarmut (Anämie) durch das Fehlen von (dem Epo, was als Infusion in die Kritik geriet, da es als Blutdoping gilt!), sondern auch ein gestörter Salz- und Säure-Basen-Haushalt mit Anstieg von Kalium u.a. sowie Übersäuerung , Herz- und Skelettmuskelschwäche, hormonelle Störungen (z.B. Vitamin D1,25, welches nur in der Nierenzelle aus Vitamin D25 hydrolysiert wird) mit Knochenschwund bzw. einer Osteopathie (Knochenschwund bzw. Osteoporose), Blasen- und Sexualfunktionsstörungen, dermatologische sowie neurologische Beschwerden wie Wassereinlagerung (nicht nur um die Augen) und Juckreiz (www.lifeline.de).
  • Als Ursache kommen nicht nur Harnstau in den Harnleitern durch Steine, Entzündungen u.ä., Erkrankungen der Blase sowie bei Männern die berühmte Prostata-Vergrößerung, sondern v.a. Wassermangel (Das Wasser), Schwitzen, Unterkühlungen bzw. Infektionen durch Erreger, Medikamente, Schwermetalle (Amalgam und Umweltgifte), Übersäuerung, Gicht, Diabetes und Rheuma) in Frage. Unterschätzt werden darf auch der so genannte Dis-Stress nach Selye (Adapatations- und Streßsyndrom), welche nun mal irgendwann "an die Nieren geht".
  • Neben der Prophylaxe bzw. ursächlichen Therapie von harnstauenden Erkrankungen kommt der bilanzierten Zufuhr von isotonischen Flüssigkeiten (enthält genau die gleiche Konzentration von Salzen wie das menschliche Blut) v.a. bei Arbeit, Sport und Spiel ein große Bedeutung zu. Schon in der TCM spielt die Wärme eine große Rolle…und heuer halt "Süßes und Saures"…
  • Letztendlich spielen Medikamente, Konservierungsmittel und Gifte wie Schwermetalle, welche nicht verschluckt und über den Darm ausgeschieden wurden bzw. im "Blut" gelandet sind, genau wie lebende, tote und zerstörte Erreger, welche durch Abwehrzellen und deren Abwehrstoffe wie Antikörper "neutralisiert" wurden und ausgeschieden werden müssen, eine nierenschädigende Rolle (Störungen des Immunsystems). Hier heißt es vermeiden, was das Zeug hält!

spezielle Informationen für Kollegen


Einteilung


nach Verlauf

  • Akutes Nierenversagen (ANV) bzw. akute Niereninsuffizienz
  • Chronisches Nierenversagen (CNV) bzw. chronische Niereninsuffizienz

nach glomerulärer Filtrationsrate

  • Anhand der glomerulären Filtrationsrate (GFR) kann man die Niereninsuffizienz in fünf Schweregrade einteilen:
StadiumGFRICD10-Code Nierenerkrankung... 1> 89 N18.1...mit normaler Nierenfunktion 260-89 N18.2...mit milder Funktionseinschränkung 330-59 N18.3...mit moderater Funktionseinschränkung 415-29 N18.4...mit schwerer Funktionseinschränkung 5<15 N18.5 chronisches Nierenversagen
  • Im Stadium 1 und 2 ist zur Diagnose einer Nierenkrankheit immer der Nachweis einer Proteinurie oder ein pathologischer Befund in einem bildgebenden Verfahren erforderlich. Patienten mit einer milden Nierenfunktionseinschränkung (GFR 60-89 ml/min/1,73m²), bei denen man keine Proteinurie oder andere pathologische Veränderungen an den Nieren feststellen kann, sind nicht nierenkrank (www.flexikon.doccheck.com).

Stadium

  1. Stadium der leichten Niereninsuffizienz (volle Kompensation)
    • In diesem Stadium ist die Nierenfunktion unter Ruhebedingungen noch normal. Mit Hilfe empfindlicher Nierenfunktionsproben lässt sich jedoch eine geringe Einschränkung der Leistungsbreite erkennen. Die Symptome einer Niereninsuffizienz fehlen im allgemeinen, ebenso erfolgt noch keine Ansammlung harnpflichtiger Substanzen im Blut.
    • Serumkreatinin <2 mg/dl
  2. Stadium der mäßigen Niereninsuffizienz (kompensierte Retention)
    • In diesem Stadium kommt es zu einer vermehrten Urinausscheidung von mehreren Litern pro Tag (Polyurie) und zu einer geringfügigen Erhöhung der harnpflichtigen Substanzen im Blut (Serumkreatinin 2-6 mg/dl, Serumharnstoff 100-150 mg/dl).
  3. Stadium der fortgeschrittenen Niereninsuffizienz (Präurämie)
    • Neben einem weiteren Anstieg der harnpflichtigen Substanzen im Blut(Serumkreatinin 6-12 mg/dl) treten deutliche Symptome der chronischen Niereninsuffizienz auf. Außerdem vermindert sich die Urinausscheidung auf Werte bis unter 500ml/Tag (Oligurie).
  4. Stadium der dekompensierten Niereninsuffizienz (Urämie/ Dialysebehandlung)
    • Unter weiterer Abnahme der Harnmenge auf ca. 100 ml/Tag und weniger (Anurie) kommt es zum klassischen Bild der Urämie. Der Serumharnstoff liegt bei >150 mg/dl, das Serumkreatinin bei >12 mg/dl.

Historie

  • seit 1995 dürfen in Deutschland bei Nierenkranken keine Amalgamfüllungen mehr gelegt werden (Mutter 2001)

Ätiologie


Risiko

  • Amalgam

Literatur

  1. Mutter J (2001) Amalgam – Risiko für die Menschheit. 2. überarb. und erw. Aufl. Fit fürs Leben, Weil der Stadt
  2. www.ernaehrung.de
  3. www.flexikon.doccheck.com
  4. www.lifeline.de
      
Aktualisiert: 08.12.2014
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben