hormonelle Störungen

allgemeine Informationen für Patienten


  • Der Begriff "Hormon" kommt aus dem Griechischen und bedeutet anregen. Seit 1905 werden damit Stoffe zusammengefaßt, welche in speziellen Zellen bzw. Organen ( "de Driesen" ) gebildet, gespeichert und in die Blutbahn abgegeben werden (endokrine Sekretion). Dazu zählen aber auch andere Botenstoffe, welche nicht aus den so genannten endokrinen Drüsen stammen, sondern in verschiedenen anderen Zellen gebildet und in die Blutbahn, Lymphe, andere Körperflüssigkeiten bzw. Sekrete und ins Bindegewebe messbar sind.
  • Allen ist gemeinsam, dass sie an oder besser in einer Zelle über spezielle Rezeptoren nach dem Schlüssel-Schloß-Prinzip eine Wirkung erzielen. Im Gegensatz zu Mediatoren und Zytokinen werden Hormone im Blut quasi von Messfühlern gemessen und über mehrere Stufen in ihrer Ausschüttung geregelt (kybernetischer Regelkreis). Dazu dienen so genannte releasing-Hormone, welche fast ausschließlich in der Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), aber auch im Gehirn selbst und anderen inneren Organen gebildet werden.
  • Zu den eigentlichen endokrinen Drüsen zählen die Zirbeldrüse, die Schilddrüse, die Nebenschildrüse bzw. 4 Epithelkörperchen, die Bauchspeicheldrüse (Langerhans’sche Inselzellen), die Nebenniere Mark und Rinde), die Keimdrüsen (Eierstock mit Theca- bzw. Granulosazellen und Hoden mit Leydig-Zellen) bzw. der Magen-Dram-Trakt (Lieberkühn’sche Krypten) und die Leber als größte Drüse.
  • Vom ersten Atemzug an können diese komplexen Regelkreise, welche lebensnotwenig sind, empfindlich gestört werden. Die Palette reicht vom gestörten Aufwachen und der Kreislaufanpassung bei allen körperlichen Aktivitäten (Bluthochdruck bzw. arterieller Hypertonus), der Temperaturregulation (von Zittern bzw. Schwitzen), über den Hunger, Durst, den globalen Stoffwechsel der Makro- und Mikronährstoffe einschl. Ausscheidung über Darm und Niere/Blase (Übergewicht bzw. Adipositas, Die Fettstoffwechselstörung, Zuckerkrankheit bzw. Diabetes mellitus, Leberfunktionsstörungen) bis hin zum Wachstums, zur Pubertät (Die Fröhlich-Erkrankung), Fortpflanzung (Die Ulrich-Turner-Erkrankung) und muskuloskelettale Leistungen des Bewegungssystems bei Arbeit, Sport und Spiel , Knochenschwund bzw. Osteoporose).
  • Der medizinische Aspekt ergibt sich aus charakteristischen Krankengeschichte, dem medizinischen Notfall (der "Schock") bis zur schleichenden Störung, welche nur durch spezielle Untersuchungstechniken (Der Untersuchungsbefund bzw. Status praesens) und messbare Veränderungen im Labor auffällt. Hier kommen neben gezielten apparativen Techniken die synthetischen Hormone aus dem Labor zum lebenslangen Einsatz. Eine Sonderrolle spielt hier das Vitamin D (Knochenweiche bzw. Osteomalazie).
  • Genau hier setzt die Komplementärmedizin (biologische Regulations- und Komplementärmedizin) an. Solange keine Drüse entfernt werden musste bzw. "ausgefallen" ist, wird der gestörte Regelkreis über Störgrößen, aber auch Führungs- und Regelgröße sowie Regler und Regelstrecke selbst beeinflusst.
  • So helfen u.a. orthomolekulare Medizin mit essentiellen Mineralen, Salzen, Elektrolyten bzw. Spurenelementen sowie Vitaminen, sekundäre Pflanzenstoffe indirekt und so genannte Phytohormone direkt (Einführung in Pflanzen bzw. Phytotherapie) und teilweise Homöopathika (Einführung in die Homöopathie) bei der Produktion und eigentlichen chemischen Arbeit, die ein Hormon antreiben soll.
  • Erste wissenschaftliche Beweise liegen bei der Akupunktur und gestörter Fruchtbarkeit der Frau, der gestörten Geburt, dem Heuschnupfen (Die Allergie) und den hormonellen Störungen beim chronischen Rückenschmerz (Der muskuloskelettale Schmerz) bzw. Schmerz bei Knieverschleiß (Arthrose des Knies bzw. Gonarthrose) vor.
      
Aktualisiert: 07.02.2009
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben