Gürtelrose bzw. Herpes Zoster

allgemeine Informationen


  • Die Ursache dieser sehr schmerzhaften Nervenentzündung mit Hautausschlag („Rose“) entlang dieser Nervenäste (wie ein Gürtel) ist der Varizella–Zoster–Virus (VZV) aus der so genannten Herpes-Gruppe.
  • Erst nach einer Erstinfektion unter der Geburt oder in der Kindheit in Form von Windpocken (wegen der schnellen Übertragung per Luft so genannt) bleibt dieser Virus oft lebenslang im Körper und erwacht nach Jahrzehnten (meist zwischen 60 und 80) oder nach Auslösern wie Pubertäts- und hormonellen Störungen, fieberhafte und andere Infektion(serkrankung)en, Stress und alle Arten von Unfällen, Überlastungen bis hin zum „Ekeln“ (Merke: Mensis bei der Frau für hormonelle Störungen, fieberhafte bzw. infektiöse Erkrankung bzw. ein geschwächtes Immunsystem, Stress (sogar Sonnenbrand), jegliche Unfälle bzw. Traumata (Adapatations- und Streßsyndrom ) und seelische Probleme (merke MFS: totales Ekel nach Dr. Gaston Schley).
  • Die Symptome sind Schmerzen durch Entzündung der betreffenden Nervenstränge, starker Juckreiz und Bläschenbildung (enthalten hochinfektiöse Flüssigkeit) an Körper- und Gesichtsnerven gekennzeichnet. Diese ansteckende Phase klingt nach bis zu 4 Wochen ab. Die Bläschen verschorfen. Jedoch sind die Spätfolgen, eine (Post-)Zoster(ische)-Neuralgie mindestens genauso schmerzhaft, da es sich um Nervenschmerzen (neuropathischer Schmerz) sowie Missempfindungen im befallenen Bereich (Gürtel) handelt (Der Schmerz, Chronischer Schmerz und Schmerzkrankheit).
  • Deshalb kommt der sofortigen Behandlung eine große Bedeutung zu. Sie besteht aus der frühzeitigen Anwendung eines starken Antivirusmittels (Virostatika wie Aciclovir, Valaciclovir, Famciclovir, Brivudin u.a.), einer örtlichen Behandlung mit Anaesthesulf Lotion (2-3 mal täglich Behandlung der Bläschen mit Wattestäbchen oder Pads, welche wegen Ansteckungsgefahr sofort entsorgt werden müssen), der Gabe von Schmerzmitteln, Nervenblockern bzw. Antidepressiva sowie leider langfristig Morphine (auch als Pflaster) und betäubende Spritzen an die erkrankten Nerven (Die Schmerztherapie, örtliche Betäubung bzw. Lokalanästhesie, Schmerzmittel, Morphine, Betäubungsmittel).
  • Begleitend empfiehlt sich aus der orthomolekularen Medizin (Die orthomolekulare Medizin) über mind. 14 Tage die tägliche Einnahme von 3000mg Lysin, einer Aminosäure, Vitamin B-Komplex, C und E in hoher Dosierung, bis 1200mg Alpha Liponsäure, 200mg Coenzym Q10, 30mg Zink, 100-2000µg Selen mind. 500mg Glutathion (am besten als Infusion) pflanzliche Stoffe (Einführung in die Phytotherapie). Im Verlauf kommen auch ergänzend Homöopathika (Einführung in die Homöopathie) wie Herpes Zoster Nosode und Ranunculus, aber auch Homöosiniatrie und Akupunktur zur Anwendung (biologische Regulations- und Komplementärmedizin).
  • Je nach Hautbeschaffenheit helfen basische Bäder, eine Hautbehandlung mit Vitamin E-Öl, Teebaumöl verdünnt mit Jojoba-Öl sowie die Ernährung mit hochwertigem Joghurt, Obst, Gemüse und viel Wasser.
  • - Im Rahmen der notwenigen Schmerztherapie mit therapeutischen örtlichen Betäubungsspritzen (Lokalanästhesie (TLA)) ist die Neuraltherapie unschlagbar. Im Rahmen der von allen Kassen bezahlten Segmenttherapie kann man alle Hauteffloreszensen unterspritzen und narbige Zustände noch nach Jahren „quaddeln“. Bei der Technik nach Mink kann man über den Facettennerv (r. dorsalis n. spinalis) an der Wirbelsäule Einfluss auf den gürtelförmigen Nervenschmerz von der Halswirbelsäule bis zum letzten Lendenwirbelsäulenast nehmen. Noch wichtiger ist allerdings die nur nach Überzeugungsarbeit von den privaten Versicherern übernommenen erweiterten Segmenttherapie mit Spritzen von Procain und anderen örtlichen Betäubungsmitteln an Nerven (Hirn- und periphere Nerven), Ganglien (so genannte Nervenknoten) und Arterien bzw. Schlagadern. Da man bei den Hirnnerven nicht immer direkt einen Nerv mit den Mitteln per Spritze erreicht, platziert man es gleich an die bekannten Knoten (hinter das Auge, in die Wange oder neben die Wirbelsäule in unterschiedlichen Höhen). Die anderen Nerven umflutet man genauso wie die Arterien an den bekannten Stellen, ohne sie zu verletzen (besonders die Schlagadern des Halses und des Nackens). Sehr viele kleine Nerven des Sympathikus, einem Teil des vegetativen Nervensystems verbinden diese Gefäße untereinander und leiten den v.a. brennenden Schmerz an das Gehirn. Vergessen darf man nicht, an Narben bzw. Störfelder durch Infektionen, Unfälle und Operationen, die den Körper und damit das Immunsystem,schwächen zu spritzen, um die Kommunikation der weißen Blutzellen zu unterbinden. Erst dann kann sich das Immunsystem erholen, weniger sinnlose Antikörper produzieren und schließlich den Eiweißhaushalt wiederherstellen.
  • Eine seltene Ergänzung der chronischen Nervenschmerzen stellt die epidurale gepulste Radio-Frequenz-Therapie (egRFT) mit der ( Multifunktionselektrode nach Omar-Pasha dar.
  • Als Prophylaxe kann die Grippe-Schutz-Impfung das Immunsystem generell boostern, was mittels Lymphozyten-Transformation-Test LTT beweisbar ist (Das Labor). Das ist v.a. bei Rheumatikern und anderen chronisch Kranken nötig, welche Chemotherapie mit modernen Biologika erfahren.
      
Aktualisiert: 08.12.2014
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben