Die traditionelle chinesische Medizin

allgemeine Informationen für Patienten


  • Die traditionelle chinesische Medizin ist mehrere tausend Jahre alt und beruht auf empirischer Überlieferung bzw. ersten schriftlichen Dokumentationen. Alles beruht auf dem Recht, eine gesunde Lebensweise zu schützen, was nur mit einem gesunden Geist gelingt. Basis für die "Wissenschaftlichkeit" dieser Gesundheitslehre stellen die Lehren von Konfuzius und Laotse (6.Jh v.u.Z.) dar. Durch die Sittenlehre wurde nicht nur gelehrt, wie man mit den Mitmenschen, sondern mit sich selbst umgehen sollte. Der Weg zur Charakterbildung (daraus leitet sich der Begriff Daoismus ab) bzw. einem Leben im Einklang mit sich, der Natur und dem "Kosmos" sollte nicht vom Überirdischen beeinflusst werden. Man behalf sich mit Denkmodellen von der Lebensenergie Qi, die durch Meridiane mit zugehörigen Organen läuft, demBlut und anderer Körpersäfte deren Entstehung, Verteilung im Körper, Kräftigung durch Ernährung, Abschwächung und Ausscheidung. Dabei verändern sich diese Substanzen innerhalb zweier energetischer Zustände, dem Yin und dem Yang. Substanzen und Prozesse durchlaufen energetisch so genannte 5 Wandlungsphasen Holz, Feuer, Erde, Metall und Wasser und stehen darüber in Beziehung zueinander. Durch Wechselwirkungen, innere und äußere Einflüsse kann das Gleichgewicht von Yin und Yang gestört werden und Krankheiten entstehen. Im Rahmen einer Untersuchung werden v.a. äußere Erscheinungen, der Puls und Eigenschaften der Zunge berücksichtigt. Zur Heilung und Linderung von Beschwerden nutzt man neben der Akupunktur, die Wärmebehandlung Moxa, das Schröpfen, die Massage Tuina, die Diät bzw. Anwendung von Kräutern und die Bewegungslehre Qi Gong, Tai Chi o.ä.

allgemeine Informationen für Kollegen


Yin und Yang

  • zwei Phasen einer zyklischen Bewegung bzw. zwei Transformationsstadien/Energien in Wechselwirkung: Gegensätzlichkeit, Abhängigkeit, Verbrauch, Umwandlung (Energie ∼ Masse)

Meridiane Jing

  • 3 Umläufe (ventral aus Endoderm, median aus Mesoderm und dorsal aus Ektoderm), wobei Yin-Meridiane der Zang-Organe von oben nach unten zum oder vom Thorax bzw. Yang-Meridiane der Fu-Organe von unten nach oben zum oder vom Kopf verlaufen

12 paarige Haupt-Meridiane Jing Mai

  • mit inneren und äußeren (Pibu) Verläufen
Bild: Bild:
Abbildung von Akupunkturpunkten nach den Manuskripten von Isaac Titsingh in Sarlandière 1825 (www.wikipedia.de)

ventral

  • (Merke: lustige Diebe machen Millionen)
  1. Lunge (innen von mittl. Erwärmer Jiao, über Dickdarm, Magen, Lunge, Hals zu Lu1 und außen von Lu1 am Thorax zu Lu11 am Daumen)
  2. Dickdarm (innen von Di17, über Lunge und Dickdarm zu Ma37 und außen von Di1 am Zeigefinger zu Di20 kontralat. am Kopf)
  3. Magen (innen von Ma1, über B1 zu Di20, von Ma8 zur Gegenseite sowie von Ma12 über Magen und Milz zu Ma30 und außen von Ma1 und Ma8 am Kopf zu Ma45 am 2.Zeh)
  4. Milz (innen von M/P15, über Milz, Pankreas, Magen und Herz zum Zungengrund sowie von M/P21 zu allen inneren Organen und außen von M/P1 am Großzeh zu M/P21 am Thorax)

    dorsal

    • (Merke: herrlich dünn bleibt niemand)
  5. Herz (innen von Herz zu Dünndarm, von Herz zu Auge sowie von Herz zu Axilla und außen von He1 am Thorax zu He9 am Kleinfinger)
  6. Dünndarm (innen Dü15 zu LG14, von Dü15, über Herz zu Dünndarm sowie von Wange zu B1 und außen von Dü1 am Kleinfinger zu Dü19 am Kopf)
  7. Blase (innen von Schädeldach zu LG20 sowie von B23 zu Niere und Blase und außen von B1 am Kopf zu B67 an Kleinzehe)
  8. Niere (innen von Unterbauch entlang der WS über Niere, Leber, Lunge, Rachen zur Zungenwurzel, von Niere zu Blase sowie von N1 zu B67 und außen von N1 an Fußsohle zu N27 am Thorax)

    median

    • (Merke: perfekte Dreierbeziehungen geben Leben)
  9. Pericard (innen vom Thorax nach kaudal zum oberen, mittleren und unteren 3Erwärmer sowie seitlich vom Pericard über die Mamille zu Pe1 und außen von Pe1 am Thorax zu Pe9 am 3. Finger)
  10. 3 Erwärmer (innen von Schulter, über Pericard zum 3Erwärmer in Magengegend sowie um Wange zur Orbita und außen von 3E1 am 4. Finger zu 3E23 am Kopf)
  11. Galle (innen von G1, über Hals, Thorax, Leber, Gallenblase, Leiste zu G30 sowie von Schläfe, über Ohr zu Magenmeridian und außen von G1 am Kopf zu G44 am 4. Zeh)
  12. Leber (innen von Genitale, über Magen, Leber, Gallenblase, Thorax, Rachen, Gesicht, Augen zu LG20 und außen von Le1 an Großzehe zu Le14 am Thorax)

6 Achsen Zhuo
  1. helles leuchtendes Yang Yang Ming (Di-Ma) mit Hand Yang Ming (Di) und Fuß Yang Ming (Ma),
  2. großes Yang Tai Yang (Dü-Bla) mit Hand Tai Yang () und Fuß Tai Yang (Bla),
  3. kleines Yang Shao Yang (3E-Ga) mit Hand Shao Yang (3E) und Fuß Shao Yang (Ga)
  4. großes Yin Tai Yin (Lu-Mi) mit Hand Tai Yin (Lu) und Fuß Tai Yin (Mi),
  5. kleines Yin Shao Yin (He-Ni) mit Hand Shao Yin (He) und Fuß Shao Yin (Ni)
  6. leeres absolutes bzw. Umkehr-Yin Jue Yin (Pe-Le) mit Hand Jue Yin (Pe) und Fuß Jue Yin (Le)
Bild:
Bild:

8 außerordentliche Meridiane Jing Bamai

  • Reservoir überschüssiger Lebensenergie bzw. Speicher von Essenz Jing und verantwortlich für Abwehr- bzw. Wei-Qi und Konstitution
  • die primären Jing Bamai Du Mai bzw. Tou Mo, Ren Mai bzw. Jenn Mo, Chong Mai bzw. Tschong Mo und Dai Mai bzw. Tae Mo gehören zur Niere, die sekundären Yinqiao Mai bzw. Yin Keo, Yangqiao Mai bzw. Yang Keo, Yinwei Mai bzw. Yin Oe und Yangwei Mai bzw. Yang Oe zur Blase

2 unpaarige

  1. Lenker-, Ordner- bzw. Gouverneurgefäß Du Mai bzw. Tou Mo (von LG1 zwischen Anus und Steiß bis LG28 am Zungenbändchen, enge Beziehung zu WS, ZNS und Psyche (Kopf), Immunsystem (HWS und BWS) sowie urogenital (LWS), Dü3 als Mo-, N23 als Mu- und B16 als Shu-Pkt)
  2. Diener-, Empfängnis- bzw. Konzeptionsgefäß Ren Mai bzw. Jenn Mo (von KG1 zwischen Anus und Vagina bzw. Scrotum bis KG24 am Kinn, enge Beziehung zu Herz, Lunge, Milz, Pankreas, Leber, Niere und Genital-Organen, Lu7 als Mo-, Ma26 als Mu- und B24 als Shu-Pkt)

6 paarige

  • ohne eigene Punkte
  1. Gefäß der breiten Bahn, große Trossstraße, Penetrationsgefäß bzw. Vitalitätsgefäß Chong Mai bzw. Tschong Mo (vom kleinen Becken, über KG1 einerseits zur WS und andererseits über Nierenmeridian, Hals bzw. Mund zu Lippen (KG1, KG4, Ma30, N11, N12, N13, N14, N15, N16, N17, N18, N19, N20, N21, N27 und KG23), als See des Blutes enge Beziehungen zu Qi-Stagnation, zur Niere, Essenz Jing, Erb- bzw. Yuan-Qi sowie Uterus, kontrolliert Blutungen bzw. Menstruation, nach HE stark geschädigt, M/P4 als Mo-, N27 als Mu- und B11 als Shu-Pkt)
  2. Gürtelgefäß Dai Mai bzw. Tae Mo (wie ein Gürtel um LWS und Hypochondrium (G26, G27, G28), enge Beziehung zu B23 und KG8, bei Erkrankungen des Unterbauches bzw. -leibes, G41 als Mo-, Ma19 als Mu- und PaM62 als Shu-Pkt)
  3. aufsteigendes Yin- bzw. Yin-Fersen-Gefäß Yinqiao Mai bzw. Yin Keo (von N6, über Bein, Genitale, Rumpf und Hals, zu B1, (N2, N6, N8, KG2, Ma12, Ma9, B1, B10), bei HNO- und psych. Erkrankungen, N6 als Mo-, Ma29 als Mu- und B33 als Shu-Pkt)
  4. aufsteigendes Yang- bzw. Yang-Fersen-Gefäß Yangqiao Mai bzw. Yang Keo (von B62, über Bein, Abdomen, Thorax, Schulter, Hals, Mund, Auge mit Blasenmeridian zu G20, (B63, B62, B61, B59, G35, G29, Dü10, Di15, Di16, Ma4, Ma3, Ma1, B1, Ga20), B62 als Mo-, Ma27 als Mu- und B26 als Shu-Pkt)
  5. Haltegefäß bzw. Bewahrer des Yin Yinwei Mai bzw. Yin Oe (von N9, über Bein, Abdomen und Thorax, zum Hals, (N9, M/P13, M/P15, M/P16, Le14, KG22 und KG23), kontrolliert alle Yin-Meridiane, v.a. Leber, Milz und Herz sowie Magen, Dickdarm und Gallenblase, bei Erkrankungen von Abdomen und Thorax, Pe6 als Mo-, N26 als Mu- und B12 als Shu-Pkt)
  6. Haltegefäß bzw. Bewahrer des Yang Yangwei Mai bzw. Yang Oe (von B63, über Bein, Rumpf, Schulter, Stirn mit Gallenblasenmeridian zum Nacken, (B63, G34, G35, G29, Dü10, 3E15, G21, Ma8, G13, G14, G15, G16, G17, G18, G19, G20, LG16 und LG15), kontrolliert Körperschichten bei Wind und Kälte, bei Erkrankungen der Lateralität, 3E5 als Mo-, N22 als Mu- und B17 als Shu-Pkt)

12 paarige Sonder-Meridiane Jing Bie

  • entlang der Organe, mit oberen und unteren Vereinigungspunkten für Lu-Di Di18 und G22, für Ma-Mi Bla1 und Ma30, für He-Dü B1 und G22, für Bla-Ni B10 und B40, für Pe-3E 3E16 und G22 und für Ga-Le G1 und KG2

12 paarige tendinomuskuläre Meridiane Jing Jin

  • je 3 Arm- und Bein-Yin und -Yang entlang Lymphe, zentripetal von Ting-Punkt
  • mit Vereinigungspunkten für Lu, He, Pe G22, für Di, Dü, 3E G13, für Mi, Ni, Le KG2 und KG3 und für Ma, Bla, Ga Dü18

12 paarige transversale Querverbindungen Jing Luo

  • mit den Passage-, Vernetzungs- bzw. Durchgangspunkten

15 longitudinale Querverbindungen Jing Luo

  • mit den Passage-, Vernetzungs- bzw. Durchgangspunkten, 4 Gruppen-Durchgangspunkten Pe5, 3E8, G39 und M/P6 sowie dem großen Luo M/P21

Reunions- bzw. Re-Punkte


Ursprungs-, Ur-Qi- und Quell- bzw. Yuan-Punkte

  • Lu9, Di4, Ma42, M/P3, He7, Dü4, B64, N3, Pe7, 3E4, G40 und Le3 als dritter Punkt bei Yin- und als vierter Punkt bei Yang-Meridianen

Passage-, Vernetzungs- und Durchgangs- bzw. Luo-Punkte

  • Lu7, Di6, Ma40, M/P4, He5, Dü7, B58, N4, Pe6, 3E5, G37 und Le5

dorsale Segment-, Rücken-, Transport- und Zustimmungs- bzw. Shu-Punkte

  • auf dem Blasen-Meridian
  • B11 für Chong Mai, B12 für Yinwei Mai, B13 für Lu, B14 für Pe, B15 für He, B16 für Du Mai, B17 für Yangwei Mai, PaM62 für Dai Mai, B18 für Le, B19 für Ga, B20 für Mi, B21 für Ma, B22 für 3E, B23 für Ni, B24 für Ren Mai, B25 für Di, B26 für Yangiao Mai, B27 für , B28 für Bla, B33 für Yinqiao Mai

ventrale Herolds- und Alarm- bzw. Mu-Punkte

  • Lu1 für Lu, Ma25 für Di, KG12 für Ma, Le13 für Mi, KG14 für He, KG4 für , KG3 für Bla, G25 für Ni, KG17 für Pe, KG5 für 3E, G24 für Ga, Le14 für Le, N26 für Yinwei Mai, N27 für Chong Mai, N23 für Du Mai, Ma27 für Yangqiao Mai, N22 für Yangwei Mai, Ma19 für Dai Mai, Ma26 für Ren Mai und Ma29 für Yinqiao Mai

ventrale Herolds- und Alarm- bzw. Mu-Punkte nach Manaka

  • Lu1 für Lu, Ma25 für Di, Ma21 für Ma, Le13 und M/P21 für Mi, N24 und N25 für He, Ma27 für , N11 und N12 für Bla, N16 für Ni, KG17, N21 und Ma20 für Pe, Ma26 für 3E, G24 für Ga und Le14 für Le

Akut-, Spalten- und Grenz- bzw. Xi-Punkte

  • Lu6, Di7, Ma34, M/P8, He6, Dü6, B63, N5, Pe4, 3E7, G36 und Le6

Zusammenkunfts- und Meister- bzw. Hui-Punkte

  • übergeordnete 8 klassische (KG12 für Fu-Organe, KG17 für Atmung, Lu9 für Gefäße, B11 für Knochen, B17 für Blut, G34 für Muskeln, G39 für Knochenmark, Le13 für Zang-Organe) und zahlreiche weitere

5 antike Punkte

  • von Fingern bis Ellenbogen sowie Zehen bis Knie
  1. als erster Ting-/Jing- (bei Yin-Meridianen Holz- und bei Yang-Meridianen Metall-) Punkt (Lu11, Di1, Ma45, M/P1, He9, Dü1, B67, N1, Pe9, 3E1, G44 und Le1) bei akutem Stau bzw. Stagnation (v.a. Wind) sowie Leere-Störungen,
  2. als zweiter Yong-/Jong- bzw. Xing/Ying- (bei Yin-Meridianen Feuer- und bei Yang-Meridianen Wasser-) Punkt (Lu10, Di2, Ma44, M/P2, He8, Dü2, B66, N2, Pe8, 3E2, G43 und Le2) bei inneren Erkrankungen und Erkältungen (Yang) sowie Polyarthralgien, Dys-/Parästhesien und AVK
  3. als dritter Yu-/ Yunn- und Yuan- bzw. Shu- (bei Yin-Meridianen Erd- und bei Yang-Meridianen doppelt und mit Yuan-Punkt zusammenfallend als Holz-) Punkt (Lu9, Di3 und Di4, Ma43 und Ma42, M/P3, He7, Dü3 und Dü4, B65 und B64, N3, Pe7, 3E3 und 3E4, G41 und G40 sowie Le3) bei inneren Erkrankungen und Polyarthralgien
  4. als vierter King-/Jing- (bei Yin-Meridianen Metall- und bei Yang-Meridianen Feuer-) Punkt (Lu8, Di5, Ma41, M/P5, He4, Dü5, B60, N7, Pe5, 3E6, G38 und Le4) bei chron. Stagnation, muskulären und rheumatischen Erkrankungen, Meridiansyndromen sowie Asthma
  5. als fünfter Punkt Ho-/He- (bei Yin-Meridianen Wasser- und bei Yang-Meridianen Erd-) Punkt (Lu5, Di11, Ma36, M/P9, He3, Dü8, B40, N10, Pe3, 3E10, G34 und Le8) bei Erkrankungen der Hohlorgane und Ekzem

Elemente- und Wurzel- bzw. Ben-Punkte

  • Le1, He8, M/P3, Lu8, N10 sowie Di1, B66, G41, Dü4 und Ma36 (im Pentagramm bei Yin ab Le und bei Yang ab Di im Uhrzeigersinn),

Tonisierungs- und Mutter- bzw. Bu-Punkte

  • Le8, He9, M/P2, Lu9, N7 sowie Di11, B67, G43, Dü3 und Ma41 (distal von Ben) bzw.

Dispersions-, Sedierungs- und Sohn- bzw. Xie-Punkte

  • Le2, He7, M/P5, Lu5, N1 und N2 sowie Di2 und Di3, B65, G38, Dü8 und Ma45 (proximal von Ben) ableiten

untere einflußreiche Zusammenfluß- bzw. He-Punkte

  • bei Yang- bzw. Fu-Organen
  • für Di Ma37, Ma39, 3E B39, Ma Ma36, Bla B40 und Ga G34, wobei die letzten drei fünfte antike Punkte sind

Einschalt-, Öffnungs-, Verbindungs-, Schlüssel-, Kardinal- bzw. Mo-Punkte

  • liegen proximal oder distal von Hand- oder Fußgelenk und schalten außerordentliche Meridiane ein
  • Pe6 für Haltegefäß des Yin Yinwei Mai und M/P4 für Gefäß der breiten Bahn Chong Mai als erstes Mo-Paar bei psychosomatischen Herz-Kreislauf-, Verdauungs- und urogenitale Beschwerden
  • Dü3 für Lenkergefäß Du Mai und B62 für aufsteigendes Yang-Gefäß Yangqiao Mai als zweites Mo-Paar bei Dorsalgien, Neuralgien, Neurasthenie, burn out und Sexualstörungen
  • 3E5 für Haltegefäß des Yang Yangwei Mai und G41 für und Gürtelgefäß Dai Mai als drittes Mo-Paar bei Spasmen, Blockierungen, Polyarthralgien und Lateralitäts- bzw. Rotationsstörungen der WS
  • Lu7 für Konzeptionsgefäß Ren Mai und N6 für und aufsteigendes Yin-Gefäß Yinqiao Mai als viertes Mo-Paar bei chron. Erkrankungen von RT, GIT und UGT

andere

  • Vereinigungspunkte der außerordentlichen Meridiane, KG23 für 1. Paar Yinwei Mai und Chong Mai, B1 für 2. Paar Du Mai und Yangqiao Mai sowie für 4. Paar Ren Mai und Yinqiao Mai
  • Huatuo-Punkte

5 Substanzen


Energie Qi

  • Yang, Richtungen und Aufgaben des Qi
  • Erb- bzw. Ursprungs- bzw. Yuan Qi (5%), Atmungs- bzw. Qing Qi (25%) und Nahrungs- bzw. Gu Qi (70%)
  • aus Essenz Jing und Blut Xue entsteht Nähr- bzw. Ying Qi
  • aus Atmungs- bzw. Qing Qi und Nahrungs- bzw. Gu Qi entsteht Sammel- bzw. Zong Qi, aus Sammel- bzw. Zong Qi und Essenz Jing entsteht wahres bzw. Zhen Qi
  • aus allem Abwehr- bzw. Wie Qi

Blut Xue

  • Yin, Nach-Himmels- und Vor-Himmels-Qi und Xue

Essenz Jing

  • Yin, Nach-Himmels- und Vor-Himmels-Jing

Flüssigkeiten bzw. Säfte Jin-ye

  • Yin, Aufnahme, Umwandlung, Verteilung, Reabsorption und Ausscheidung von Jin-Ye

Geist Shen

  • Yang, Xue und Shen

5 Yin- bzw. Zang-Organe


Leber Gan

  • beherbergt Wanderseele Hun, speichert Blut, gewährleistet Qi-Fluß, kontrolliert Sehnen, Wachstum und Planen, manifestiert sich in Nägeln, öffnet sich in Augen, verachtet Wind

Herz Xin

  • beherbergt Geist Shen, regiert Blut undBlutgefäße, kontrolliert Sprache und Schwitzen, manifestiert sich im Gesicht, öffnet sich in Zunge, verachtet Hitze

Milz Pi

  • beherbergt Denken Yi, bildet Blut, transformiert Flüssigkeit, Wurzel von Nach-Himmels-Qi, Geburt und Entwicklung, regiert Qi-Umwandlung und -Transport, hebt Yang, kontrolliert Qi-Aufsteigen, Extremitäten und Muskeln, manifestiert sich in Lippen, öffnet sich im Mund, verachtet Feuchtigkeit bzw. Nässe

Lunge Fei

  • beherbergt KörperseelePo, regiert Qi, Atmung und Wasserwege, kontrolliert Leitbahnen, Blutgefäße, Qi-Verteilung und -Absteigen sowie Stimme, manifestiert sich in Haut und Körper-Haar, öffnet sich in Nase, verachtet Kälte

Niere Shen

  • beherbergt Willenskraft Zhi, speichert Essenz, produziert Mark, füllt Knochen und Gehirn, als Tor der Vitalität Ming Men Wurzel von Vor-Himmels- bzw. Ursprung-Qi, Feuer und Erwärmung aller Organe, Essenz und Uterus, regiert Geburt, Wachstum, Fortpflanzung, Entwicklung und Wasser, kontrolliert Qi-Empfang, Öffnen und Schließen bzw. Ausscheidungen, Kraft und Fertigkeit, manifestiert sich im Kopf-Haar, öffnet sich in Ohren, verachtet Trockenheit

zusätzlich

  • Perikard Xinbao (Unterstützung und Schutz von Herz, Einfluß auf Thorax, Geist und Emotion, Ursprung der Hitze)

6 Yang- bzw. Fu-Organe


Magen Wei

  • kontrolliert Fermentierung, Reifung und Transport der Nahrung sowie Qi-Abstieg, Ursprung der Flüssigkeit und Gegenspieler der Milz

Dünndarm Xiaochang

  • kontrolliert Qi-Empfang und -Umwandlung, trennt Flüssigkeiten, klärt den Geist

Dickdarm Dachang

  • kontrolliert Reabsorption in Abhängigkeit der Milz und entlastet Lunge

Gallenblase Dan

  • speichert reine Galle, kontrolliert Urteilskraft und Sehnen

Harnblase Pangguan

  • beseitigt unreines Wasser durch Qi-Transformation

3 Erwärmer Sanjiao

  • Unterstützung von Niere, Blase und Darm (unten), Milz und Magen (mittig) sowie Herz und Lunge (oben), substanzlose Straße des Ursprungs-Qi in allen Yuan-Punkten, kontrolliert Wasserwege

außerordentliche Organe

  • Uterus (Beziehung zu Niere, Leber, Herz, Magen und Milz sowie Konzeptionsgefäß Ren Mai bzw. Jenn Mo und Gefäß der breiten Bahn Chong Mai bzw. ), Gehirn (Herz, Niere und Mark), Mark (Niere, Gehirn und Knochen), Knochen (Niere und Mark), Blutgefäße (Blut, Niere, Herz, Lunge und Milz)

5 Elemente bzw. Wandlungsphasen Wu Xing

  • Wandlungsphasen Wu Xing mit Hervorbringungs- bzw. Xiang Sheng (Mutter-Sohn), Kontroll- bzw. Xiang Ke oder Überwindungs- bzw. Xiang Cheng und Verachtungszyklus bzw. Xiang Wu (Großmutter-Enkel)
  • kosmologische Sequenz mit Mitte (Erde), zentrale Achse (Feuer-Wasser), äußeres Rad (Holz-Metall)

Holz

  • Ost, Frühling, Wind, Blau-Grün, Geburt, Leber, Auge, Sehkraft, Sehnen, Nägel, Wut, Zorn, Ärger, Neid

Feuer

  • Süd, Sommer, Hitze, Rot, Wachstum, Herz, Zunge, Sprache, Blutgefäße, Gesicht, Auge, Freude, Erregung, Unruhe

Erde

  • Mitte, Spätsommer, Feuchtigkeit, Gelb, Entwicklung, Milz, Mund, Geschmack, Muskeln, Lippen, Sorge, Nachdenken, Grübeln

Metall

  • West, Herbst, Trockenheit, Weiß, Reife, Lunge, Nase, Geruch, Haut, Schleimhaut, Körperhaar, Kritik, Trauer, Depression

Wasser

  • Nord, Winter, Kälte, Schwarz, Speichern, Niere, Ohr, Gehör, Knochen, Kopfhaar, Angst, Schrecken, Furcht

Wechselwirkungen der Wandlungsphasen


Hervorbringungszyklus Xiang Sheng


Holz und Feuer

  • Holz "entfacht" Feuer, über Blut gemeinsame Stärkung des Qi
  • wenn Leber in Leere dann Sohn Herz in Leere (Holz "entfacht kein" Feuer), bei Herz-Blut-Schwäche/Mangel Leber in Leere, wenn Herz in Fülle dann Mutter Leber in Leere (Feuer "verbrennt zu viel" Holz) und umgekehrt, führt zu cardialen, psychischen und cerebralen Symptomen (v.a. Emotionen und Schlafstörungen)

Feuer und Erde

  • Feuer "erzeugt" Asche/Erde, Herz-Yang-Schwäche/Mangel führt über Blut-Mangel zu Milz-Qi-Schwäche/Mangel, was wiederum zu mangelnder Blutbildung führt
  • wenn Herz in Leere dann Sohn Milz in Leere (Feuer "erzeugt keine" Asche/Erde) mit allen cerebro- und cardiovaskulären Erkrankungen
  • wenn Milz in Fülle dann Mutter Herz in Leere (Erde "erstickt" Feuer), Erkrankungen von Pankreas und Magen

Erde und Metall

  • Erde "formiert" Minerale/Metall, Sammel-Qi aus Nahrung und Luft, wobei Milz Wurzel und Lunge Achse des Qi ist
  • wenn Milz in Leere dann Sohn Lunge in Leere (Erde "formiert kein" Mineral/Metall), Milz-Qi-Schwäche/Mangel führt zu Schwindel, Tinnitus, Sehstörungen, Kopfschmerzen, vegetativen Symptomen
  • wenn Lunge in Fülle dann Mutter Milz in Leere (Mineral/Metall "versteinert" Erde), Schleimbildung in Atemwegen, Kopfschmerzen

Metall und Wasser

  • Metall "entläßt" Wasser, Lunge läßt Qi und Flüssigkeit zur Niere ab, welche empfängt, wärmt und befeucht
  • wenn Lunge in Leere dann Sohn Niere in Leere (Mineral/Metall "entläßt kein" Wasser), bei Nieren-Yin-Mangel Husten, Nachtschweiß und feuchte Akren, bei Nieren-Yang-Mangel Ödeme, bei Lungen-Qi-Schwäche/Mangel durch Infektionen etc. Blasensymptome
  • wenn Niere in Fülle dann Mutter Lunge in Leere (Wasser "löst" Mineral/Metall), Bluthochdruck, angiologische Erkrankungen und Streß etc.

Wasser und Holz

  • Wasser "nährt" Holz, Nieren-Essenz produziert Mark, welches Blut bildet und Leber-Blut nährt Essenz
  • wenn Niere (Essenz) in Leere dann Sohn Leber in Leere (Wasser "nährt kein" Holz), Blut-Mangel mit Schwindel, Tinnitus, Sehstörungen, Kopfschmerzen, vegetativen Symptomen (v.a. Reizbarkeit) etc.
  • wenn Leber in Fülle dann Mutter Niere in Leere (Holz "verbraucht" Wasser) mit Hörstörungen, Tinnitus, andrologischen und gynäkologischen Symptomen

Kontrollzyklus Xiang Ke1 oder Überwindungszyklus Xiang Cheng2 und Verachtungszyklus Xiang Wu3


Holz und Erde

  • 1 Holz "durchdringt" Erde, Milz erzeugt Qi, welches Leber speichert und mit Galle Milz und Magen bei Verdauung unterstützt,
  • 2 wenn Leber in Fülle dann Enkel Milz in Leere (Holz "überwuchert" Erde), Blähungen, Durchfall etc. sowie Dysmenorrhoe bei Milz-Qi-Schwäche/Mangel und prämenstruelles Syndrom bei Leber-Qi-Stagnation
  • 3 wenn Leber in Leere dann Enkel Milz in Fülle (Erde "verachtet" Holz), kommt als Milz-Qi-Stagnation vor (Erkrankungen von Pankreas und Magen mit Verdauungsstörungen, vegetative Symptome wie Reizbarkeit etc.)
  • wenn beide in Leere, dann Herz in Leere mit allen cerebro- und cardiovaskulären Erkrankungen

Erde und Wasser

  • 1 Erde "trübt" Wasser, jeweils Wurzel von Nach- und Vor-Himmels-Qi
  • 2 wenn Milz in Fülle dann Enkel Niere in Leere (Erde "verschmutzt" Wasser), Erkrankungen von Pankreas und Magen, Durchfall, Ödeme, Gelenk- und Kältesymptome
  • 3 wenn Milz in Leere dann Enkel Niere in Fülle (Wasser "verachtet" Erde), nach Streß, Schock etc. Müdigkeit, Hörstörung, Schwindel, Dysmenorrhoe und Lumbalgie
  • wenn beide in Leere, dann Kombination aus 1 und 2

Wasser und Feuer

  • 1 Wasser "löscht" Feuer, im Gleichgewicht steigt Wasser (Essenz) auf und nährt Feuer (Geist), welches Wasser durch Absteigen erwärmt,
  • 2 wenn Niere in Fülle dann Enkel Herz in Leere (Wasser "erlischt" Feuer), Bluthochdruck, Streß, Schock etc.
  • 3 wenn Niere in Leere dann Enkel Herz in Fülle (Feuer "verdunstet" Wasser), bei Nieren-Yang-Schwäche/Mangel Herzinsuffizienz mit Wassersucht, bei Nieren-Yin-Schwäche/Mangel Herz-Feuer mit Schlafstörungen, Nachtschweiß, Schwindel, Tinnitus, rote Zunge mit Riß
  • wenn beide in Leere dann Leber in Leere mit Erschöpfung, Sehstörungen, Kopfschmerzen und degenerativen Symptomen (Alter)

Feuer und Metall

  • 1 Feuer "schmilzt" Metall, Lungen-Qi bewegt Herz-Blut, welches Lungen-Qi nährt
  • 2 wenn Herz in Fülle dann Enkel Lunge in Leere (Feuer "verflüssigt" Metall), Trockenheit der Lunge durch Herz-Feuer mit Husten, bronchialen und koronaren Symptomen, schwache Stimme und kalten Händen
  • 3 wenn Herz in Leere dann Enkel Lunge in Fülle (Metall "verachtet" Feuer), Blut-Koagulation durch Qi-Stagnation bei cardiopulmonale und thrombembolische Erkrankungen
  • wenn beide in Leere, Milz in Leere, Niere und Leber in Fülle Schwindel, vegetativen sowie allen cerebro- und cardiovaskulären Erkrankungen

Metall und Holz

  • 1 Metall "spaltet" Holz, Lungen-Qi für Blut-Regulation der Leber und Leber-Qi für harmonische Qi-Bewegung der Lunge,
  • 2 wenn Lunge in Fülle dann Enkel Leber in Leere (Metall "zerhackt" Holz), chronische Lungen- und konsumierende Erkrankungen (als persönliche Anmerkung soll hier die Rolle des Darms bei nahezu allen dysbiotischen (einschl. owergroth-syndrome) und malresorptiven (einschl. glutensensitive Enteropathie) Störungen erwähnt werden, was über die Pfortader zu Schwächungen der Leber mit Hyperlipidämien, leaky gut syndrome, Unverträglichkeiten, Intoleranzen und Allergien führt)
  • 3 wenn Lunge in Leere dann Enkel Leber in Fülle (Holz "widersteht" Metall), Lunge-Qi-Schwäche/Mangel und Leber-Qi-Stagnation bzw. Leber-Feuer mit Lungensymptomen, psychischen (v.a. Depression), dermatologischen und gynäkologischen Symptomen,
  • wenn beide in Leere dann Niere in Leere, Milz und Herz in Fülle bei psychischen und Sucht-Erkrankungen

Funktionskreise

Zang Fu
  Zahn Gewebe Drüse Öffner Segment Gelenk Muskel Soma/ Funktion Psyche
Lu-Di 14, 15, 24, 25, 36, 37, 46, 47 Haut, Schleim- haut HHL, Thymus, Bronchien, Tuba auditiva, Siebbein- zellen Nase C5-7, D2-4, L4-5 Stirn, Brust, Schulter ventral, EBG bis Hand radial, Daumen? Serratus anterior, Deltoideus, TFL, Quadratus lumborum, Ischiocru- rales/ hamstrings Austausch, Perme-abilität, Kreativität Trauer, Depres- sion
Ma-Mi 16, 17, 26, 27, 34, 35, 44, 45 Muskeln, BG Mamma, Schild- drüse, Neben- schild- drüse>, Larynx, Kiefer- höhle Mund D11-L1 Wangen, Kiefer, Ober- bauch, Knie ventral, US medial, 2. Zehe? SCM, Scaleni, Pectoralis clavicularis/ PMC, Latissimus, unterer Trapezius/ Armmuskeln Analyse, Integra-tion, Kontakt Sor- ge, Grü- beln
He-Dü (Pe-3E) 18, 28, 38, 48 Gefäße HVL, Tonsilla lingualis, Mittelohr   Zunge C8-D1, D5-7, S1-3 Nacken, Schulter dorsal, EBG bis Hand ulnar, Kleinfinger, Vorfuß plantar Subscapularis/ SSC, Quadriceps, Rectus et Obliquus abdominis, ISP, Teres minor, Glutei, Piriformis, Adduktoren, Gracilis, Sartorius, Tibialis posterior, Wadenmuskeln Identität, Aus- strahlung, Belebung Freu- de, Erre- gung
Bla-Ni 11, 12, 21, 22, 31, 32, 41, 42 (Incisivi) Kno- chen, Ge- lenke Genitale, Epiphyse, NN, Tonsilla pharyngea, Stirnhöhle Ohr L2-3, S4-Co Rücken, Kreuz- steißbein, Gesäß bis Knie dorsal, Wade bis Rückfuß, Peronei, Tibialis anterior, Sacrospinalis, Iliopsoas, oberer Trapezius Stabilität, Festigkeit, Halten Angst, Schrek- ken
Ga-Le 13, 23, 33, 43 (Canini) Sehnen, Nägel HHL, Gonaden, Tonsilla palatina, Keilbein- höhle Auge D8 - 10 Hüfte, Knie medial, Fuß dorsal einschl. Großzehe Popliteus, Pectoralis major sternalis/ PMS, Rhomboidei Motorik, Spannkraft, Dynamik Wut, Zorn, Neid

Krankheitsursachen

  • 3 Phasen (pränatal, Heranwachsende (juvenil, infantil, adoleszent), Erwachsene)

innere

  • Wut, Zorn, Neid, Ärger, Freude, Erregung, Manie, Sorge, Grübeln, (Nach)Denken, Trauer, Depression, Furcht, Angst und Schreck

6 äußere pathogene EinflüsseLiu yin

  • Wind Feng, Kälte Han, trockene Feuer-HitzeRe, feuchte Sommer-Hitze Shu, Feuchtigkeit/Nässe Shi, Trockenheit Zao

andere

  • Schleim, Stagnation Zhi, Konstitution, Überlastung, sexuelle Aktivität, Ernährung, Trauma, Parasiten, Vergiftung und iatrogen

Diagnostik

  • 4 Untersuchungen Si jian

Sehen Wang

  • Geist

Habitus

  • Holz-Typ: groß und schlank, Feuer-Typ: kleiner Kopf und Akren, Metall-Typ: breite Schulter und dreieckiges Gesicht, Erd-Typ: großer Kopf mit Kiefer, Bauch und Oberschenkel, Wasser-Typ: rundes Gesicht und Körper mit gestreckter WS
  • Verhalten (u.a. Tremor und Konvulsionen: innerer Wind)

Gesicht

  • grün: Leber, Wind, Kälte und Schmerz, rot: nur Wangen Leere-Hitze, gesamt Fülle-Hitze, gelb: Milz, Leere, Nässe bzw. Feuchtigkeit, weiß: Kälte, Blut- oder Yang-Schwäche/Mangel, schwarz: Niere, Stirn: Lunge, Nasenwurzel: Herz, Nasenrücken: Leber/Galle, Nasenspitze: Magen/Milz, Wangen: Darm, Philtrum: Blase und Mundwinkel: Niere, Lähr-Sölder-Linien entsprechen perioral dem unterem, buckal mittlerem und periorbital dem oberen 3Erwärmer

Augen

  • Venen: medial: rechts: Lunge/Dickdarm, links: Herz/Dünndarm, oberhalb: rechts: Leber/Galle, links Magen/Milz und lateral der Pupille: rechts: Niere/Blase, links: Niere/Gonaden, Oberlid: Milz, Unterlid: Magen, Winkel: Herz, Sklera: Lunge, Pupille: Niere, Iris: Leber bzw. oberhalb Mittellinie Rücken und unterhalb Thorax

Nase

  • Spitze: blau-grün: Bauch, gelb: Nässe-Hitze, weiß: Blut-Schwächel/Mangel, rot: Hitze in Lunge und Milz, grau: Wasserstörung

Ohren

  • Lobulus: stark: gute Niere und umgekehrt

Mund

  • blasse Lippen: Blut-Schwäche/Mangel, rot und trocken: Hitze in Magen und Milz, bläulich: Blut-Stase, periorale Blässe/Grünfärbung: Leber greift Milz an)
  • Zähne und Zahnfleisch (Niere und Magen)
  • Rachen (Wind-Hitze, Magen-Feuer und Blut-Schwäche/Mangel)
  • Extremitäten und Nägel (Nägel: blass: Blut-Schwäche/Mangel, bläulich: Blut-Stase in Leber, Thenar: Magen)

Haut

  • meist Blut-Hitze oder -Stase, trocken: Blut-Schwäche/Mangel, juckend: Hitze, Schwellung: Qi-Ödem bzw. Qi-Stagnation. Ödem: Wasser-Ödem bzw. Nieren-Yang-Schwäche/Mangel
  • Leitbahnen (Petechien: Blut-Stase, Grün/Weiß: Kälte-Stau, Rot: Hitze-Stau, Schwellung/Verspannung: Hitze-Fülle, Stau, Stase, Stagnation, Atrophie: Kälte-Leere, Qi- bzw. Blut-Schwäche/Mangel, Schmerz: meist Stase, dumpfer Schmerz: Leere, stechender Schmerz: Fülle, Taubheit/Kribbeln etc.: Blut-Schwäche/Mangel, Schleim oder innerer Wind)

Zunge

  • Farbe: Zustand von Blut, Nähr-Qi und Yin- bzw. Zang-Organen, blass: Yang- oder Blut-Schwäche/Mangel, rot: Hitze, Feuer, dunkelrot/purpur: Blut-Stase,
  • Belag: Zustand der Yang- bzw. Fu-Organe, Vorhandensein von pathogenem Faktor, kein Belag: Magen- oder Nieren-Yin-Schwäche/Mangel, gelb: Fülle-Hitze, weiß: Kälte
  • Form: Zustand von Blut und Nähr-Qi, dünn: Yin-Schwäche/Mangel, geschwollen: Nässe bzw. Feuchtigkeit, Yang-Schwäche/Mangel, lang: Herz-Feuer, rissig: Magen- oder Herz-Feuer bzw. -Yin-Schwäche/Mangel
  • Feuchtigkeit: Zustand der Flüssigkeiten bzw. Schleim
  • Zungenvenen: Stagnation, Stase, Stau von Qi und Blut

Hören/Riechen Wen

  • Atem, Schweiß, Mund etc.

Fragen Wen

Stuhl

  • Obstipation: akut: Hitze in Magen/Darm, chron.: Blut-Schwäche/Mangel, mit Schmerz: Kälte, nach Stuhlgang besser: Fülle, schlechter: Leere, Wechsel von Obstipation und Diarrhoe: Leber greift Milz an, Diarrhoe: mit Schmerz/Tenesmen: Hitze in Leber, Völlegefühl/Flatulenz: Leber-Qi-Stagnation, mit Gurgeln/Borborygmen bzw. unverdaut: Milz-Qi-Schwäche/Mangel, fauler Geruch: Hitze, mit Schleim: Nässe im Darm, chron.: Pankreas- oder Nieren-Yang-Schwäche/Mangel
  • Harn,
  • Frieren (Wind-Kälte) und Fieber (Wind-Hitze),

Schwitzen

  • Kopf: Magen oder Nässe-Hitze, Stirn: Yang-Kollaps, Arme und Beine: Magen und Milz, Hände: Lunge, Hände, Füße und Sternum (5-Handteller-Schweiß): Yin-Schwäche/Mangel, tagsüber: Yang-Schwäche/Mangel, nachts: Yin-Schwäche/Mangel
  • Schwindel, Schlaf,

Schmerzen

  • Kopf, Thorax, Abdomen etc. mit Anlaß und Verschlechterung (-> Schmerz, Schmerzkrankheit)

Tasten/Fühlen Qie

Puls

  • rechts
  • tief (Merke: lumpiger Kreislauf) distal (Cun) Lunge, mittig (Guan) Milz und proximal (Chi) Pericard/Nieren-Yang
  • oberflächlich (Merke: (Merke: Dig mal 3) distal (Cun) Dickdarm, mittig (Guan) Magen und proximal (Chi) 3 Erwärmer
  • links
  • tief (Merke: Herr Lehrer nie) distal (Cun) Herz, mittig (Guan) Leber und proximal Chi) Nieren-Yin
  • oberflächlich (Merke: dünne Gallenblase) distal (Cun) Dünndarm, mittig (Guan) Gallenblase und proximal (Chi) Harnblase

Muster bzw. Kriterien für eine Therapie


8 Prinzipien Ba Gang

  1. Fülle Shi
  2. Leere Xu
  3. Kälte Han
  4. Wärme/Hitze Re
  5. Innen Li
  6. Außen Biao
  7. Yin
  8. Yang

6 äußere pathogene EinflüsseLiu yin

  1. Wind Feng
  2. Kälte Han
  3. trockene Feuer-Hitze Re
  4. feuchte Sommer-Hitze Shu
  5. Nässe bzw. Feuchtigkeit Sh i
  6. Trockenheit Zao

5 Substanzen

  1. Energie Qi
  2. Blut Xue
  3. EssenzJing
  4. Flüssigkeit bzw. Säfte Jin Ye
  5. Geist Shen

12 Leitbahnen bzw. MeridianeJing

  1. Lunge
  2. Dickdarm
  3. Magen
  4. Milz
  5. Herz
  6. Dünndarm
  7. Blase
  8. Niere
  9. Pericard
  10. 3 Erwärmer
  11. Galle
  12. Leber

5 Elemente bzw. Wandlungsphasen Wu Xing

  1. Holz
  2. Feuer
  3. Erde
  4. Metall
  5. Wasser

5 Funktionskreise Zang Fu

  1. Leber-Galle
  2. Herz-Dünndarm
  3. Milz-Magen
  4. Lunge-Dickdarm
  5. Niere-Blase

6 Paare Zhuo

  1. großes Yang Tai Yang (Dü-Bla)
  2. kleines Yang Shao Yang (3E-Ga)
  3. helles leuchtendes Yang Yang Ming (Di-Ma)
  4. großes Yin Tai Yin (Lu-Mi)
  5. kleines Yin Shao Yin (He-Ni)
  6. leeres absolutes bzw. Umkehr-Yin Jue Yin (Pe-Le)

4 Schichten

  1. oberflächlich Wei
  2. innerlich Qi
  3. tief Ying
  4. sehr tief Xue

3 Erwärmer San Jiao

  1. RT
  2. GIT
  3. UGT

Therapie

  • Diätetik
  • Akupunktur mit Körper-, Ohr-, Hand - und Schädelakupunktur einschl. Yamamoto Neue Schädelakupunktur (YNSA), als Elektro(aku)punktur, (punktförmige) transkutane elektrische Nervenstimulation ((Pu)TENS) oder light amplification by stimulated emission of radiation (LASER)
  • Moxibustion Kao
  • Schröpfen
  • Tuina
  • Qi Gong, Tai Shi etc.

Literatur

  1. Maciocia G (1997) Die Grundlagen der Chinesischen Medizin. Verlag für Ganzheitliche Medizin Dr. Erich Wühr, Kötzting
  2. Richter K, Becke H (1995) Akupunktur. 3. überarb. und erw. Aufl. Ullstein Mosby, Berlin Wiesbaden
  3. Stux G, Stiller N, Pomeranz B (1999) Akupunktur. 5. überarb. und erw. Aufl. Springer, Berlin Heidelberg NewYork
      
Aktualisiert: 07.12.2014
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben