Einführung in Pflanzen- bzw. Phytotherapie

allgemeine Informationen für Patienten


Synonym
  • Pflanzenheilkunde
  • Phytotherapie
Definition
  • In der Phytotherapie werden frische oder getrocknete Pflanzen, Pflanzenteile bzw. Extrakte zur Vorsorge oder zur Behandlung von Krankheiten eingesetzt.
  • Sie ergänzt gemeinsam mit der Ernährung, der orthomolekularen Medizin und Homöopathie als Teil der Naturheilkunde bzw. -verfahren die Schulmedizin.
  • lt. Arzneimittelgesetz "besondere Therapierichtung"
Historie
  • Aus der Geschichte der Heilkunde, die so alt wie die Menschheit ist, kennt man die traditionelle chinesische Medizin mit Kräuterlehre, Akupunktur und Lebensführung, die ägyptische Pflanzenheilkunde (u.a. Mohn, Rhizinus, Lein, Rettich, Zwiebel und Knoblauch), aus Mesapotamien die Tollkirsche, bei den Ureinwohner von Amerika das Pflanzengift Curare, bei den Juden Ysop sowie natürlich die grieschisch-römische Pflanzenlehre. Hier empfahlen Hippokrates (460 -372 v.u.Z.) in seinem Corpus hippocraticum, Dioskurides (1. Jh. u.Z.) in seiner Materia Medica als erster Arzt für Pharmakologie und natürlich Galen (um 129 - 199) Kräuterzusammensetzungen (vgl. Begriff: Galenik).
  • Schließlich stehen verschiedene Begriffe wie Heilkräuter und Kräuterhexe für die oft heilende Wirkung und Menschen im so genannten Mittelalter (vom Zerfall Roms bis ins 16. Jh.), die sich meist in Klöstern intensiv mit der Zubereitung der Pflanzen beschäftigten. Zu erwähnen sind der heilige Benedikt von Nursia (um 480 - 547) als Vater der Mönchsmedizin und die Öbtissin Hildegard von Bingen (1098 - 1179) als erste Naturärztin. Sie setzte sich mit Krankheiten und deren natürliche Behandlung durch Önderung der Lebens- und Ernährungsweise einschl. Pflanzentherapie auseinander. Hinzu kamen Anwendungen von Ausleitungsverfahren wie Aderlaß und Schröpfen sowie Edelsteintherapie (Lithotherapie). Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus (1493 - 1541) kritisierte als Außenseiter und wandernder Arzt nicht nur die Irrlehren der geldgierigen Örzte und Apotheker seiner Zeit, sondern aktualisierte die Lehren des Hippokrates und Galen, wendete Wasser sowie zahlreiche Pflanzen als Therapeutikum an, verglich die äußere Form der Pflanzen mit deren Wirkung (Signaturlehre) und beschrieb eine Beziehung zwischen Dosis und Wirkung (dosis sola facit venenum - die Dosis macht erst das Gift) in seinem Werk Herbarius.
  • Nicht nur die Reformation und die Erfindung des Buchdrucks im 16. Jh., sondern auch der technische Fortschritt (z.B. Mikroskop) ab dem 17. Jh. förderten die Entwicklung einer Lehre (Botanik, Biologie, Chemie, Pharmakologie…) und leider auch die Trennung der wissenschaftlichen Forschung (Isolierung von Morphium 1804, Strychnin 1817 und Chinin 1820) von der empirischen und ganzheitlichen Natur- und Pflanzenlehre (u.a. Sebastian Kneipp).

Ziel

  • wie jede andere Medizinrichtung Behandlung von Krankheiten, jedoch auch Prophylaxe und das mit "natürlichen" Stoffen bzw. ohne dosisabhängige Nebenwirkung

Indikation

  • wenn schulmedizinische Methoden in Prophylaxe und Therapie ohne Nebenwirkung ergänzt werden können

Kontraindikation

  • je nach Compliance und Willen des Patienten
  • bekannte Allergie (z.B. Korbblütler)

Einteilung

  • traditionell
  • pharmakologisch

Wirkstoffe bzw. bioaktive Substanzen

  • Die Wirk- bzw. Inhaltsstoffe werden in primäre (Makronährstoffe wie Zucker, Stärke bzw. Kohlehydrate, Öle, Fette bzw. Lipide und Aminosäuren, Eiweiße bzw. Proteine) und sekundäre bzw. bioaktive Pflanzenstoffe eingeteilt. Hierzu zählt man bis zu 1200 Alkaloide, ca. 600 Karotinoide, Glykoside wie Digitalis, ca. 5000 Polyphenole bzw. Flavonoide, Glukosinolate und deren Abbauprodukte (Senföle bzw. Isothiozyanate, Thiozyanate und Indole), Bitterstoffe (reine, aromatische und scharfe Amara), über 100 Terpene bzw. ätherische Öle, Schleim- oder Seifenstoffe (Saponine), Gerbstoffe, Sulfide, Phytosterine, Lectine, wasserlösliche bzw. -unlösliche Ballaststoffe sowie Mikronährstoffe wie Vitamine, Hormone, Enzyme und Salze, Minerale, Elektrolyte bzw. Spurenelemente (Die orthomolekulare Medizin).

Alkaloide

  • basisch reagierend, hoher Siedepunkt, wasserlöslich, wasserstoff-, sauerstoff-, kohlenstoff- und stickstoffhaltig,
  • sehr giftig, aber geruchs- und farblos, bilden mit organischen Säuren wasserlösliche Salze
  • am höchsten in einer Pflanze zu Beginn der Blüte konzentriert
  • wirken in niedrigen Dosen besonders in Nervensystem, Drüsen und Muskeln
  • Koffein in Kaffee, Nikotin in Tabak, Atropin in Tollkirsche, Morphin bzw. Opium in Mohn, Chinin in Chinarinde, Vinzamin in Immergrün, Fumarin in Erdrauch, Reserpin in Schlangenwurz, Chatinin und Valerin in Baldrian

Karotinoide

Glykoside

  • hier sind Flavonoide, Glukosinolate und Bitterstoffe vertreten
  • mit zucker- und nichtzuckerhaltigem Anteil, wobei der "Nichtzucker" (Aglykon) Wirkung bestimmt
  • sehr wirksam
  • aber auch schnell giftig (schmale therapeutische Breite)
  • in Roter Fingerhut (Digitoxin) und Maiglöckchen (beide wirken herzkräftigend), Faulbaumrinde und Sennesblätter (beide wirken abführend), Lindenblüte (schweißtreibend), Bärentraubenblätter (harntreibend), Meerrettich, Kresse, Senf, Zwiebel und Knoblauch

phenole bzw. Flavonoide

  • ca. 5000 verschiedene bekannt
  • sind meist Glykoside
  • regulieren Enzyme, Gerinnung und Entzündungsreaktion
  • in Birke (Blätter wirken harntreibend), Rosskastanie und Weinraute (wirken beide gefäßwandstärkend), Weißdorn und Arnika (wirken beide herzkräftigend und gefäßerweiternd), Linde und Holunder (Blüten wirken schweißtreibend), Buchweizen, Süßholz, Kamille, Mariendistel

Glukosinolate

Senföle
  • scharf
  • reizen Schleimhäute
  • wirken antimikrobiell

Bitterstoffe bzw. Amara

  • uneinheitliche Stoffgruppe, sind meist Glykoside, aber auch Laktone und Alkaloide
reine Amara
  • Anregung der Magen-Darm-Funktion, bei Inappetenz, Malresorption, Erschöpfung, in Rekonvaleszenz, bei Neurasthenie
  • z.B. Valepotriate in Baldrian, Lupulon und Humulon im Hopfen, Amarogentin und Gentiopikrin in Tausendgüldenkraut,
  • weitere in Pomeranzenschale, Chinarinde, Enzian u.a.
aromatische Amara
  • enthalten Terpene bzw. ätherische Öle und wirken auf Leber, Galle und Darm
  • Wermut, Mariendistel, Engelwurz, Schafgarbe u.a.
scharfe Amara
  • lindern Verdauungsbeschwerden
  • Ingwer, Pfeffer und Galgant

Terpene bzw. ätherische Öle

  • über 100 verschiedene
  • schnell flüchtig (niedriger Siedepunkt),
  • der klassische Duftstoff,
  • wirken auf Haut und Schleimhaut
  • stärken das Immunsystem
  • wirken antimikrobiell, sekretolytisch, krampflösend, harntreibend,
  • z.B. trans-anethol in Anis und Fenchel, Valerensäure in Baldrian, Methylchavicol, Cineol und Linalool in Basilikum, Campher und Thujon in Beifuss, Verbalin in Eisenkraut, Chamazulen und Bisabolol in Kamille, Carvon in Kümmel, Salvin, Cirsimaritin und Rosmarinsäure in Salbei, Thymol, Carvacrol und Zymol in Thymian, Pinene in Wacholder, Thujon, Thujol und Phellandren in Wermut, Thymol in Zimt,
  • weiter in Eukalyptus, Latschenkiefer, Paprika, Petersilie, Rosmarin und Ysop

Schleimstoffe

  • quellen schnell und gewinnen unter Wasser eine zähe Konsistenz
  • Gelier-, Gleit- und Abführmittel
  • im Apfel (Pektin)

Seifenstoffe bzw. Saponine

  • sind Glykoside
  • quellen leicht, regen Drüsen an, entzündungshemmend, sekretolytisch
  • aber auch hämolytisch, bei Überdosis auch Übelkeit und Erbrechen
  • in Königskerze, Ringelblume, Schlüsselblume, Süßholz, Ginseng, Eibisch und Lein

Gerbstoffe

  • stickstoffreiche Phenolverbindungen, gut löslich, fäulnishemmend
  • wirken auf Haut und allen Schleimhäuten bei Wunden bzw. Verletzungen mit Blutungen, Katarrh und Durchfall bzw. Diarrhoe in Form von Auflagen, Umschlägen und Tees
  • Eichenrinde (Tannin), Hamamelisrinde, Blutwurz und Heidelbeere

weitere

  • Kieselsäure für Mineralisation und bei Bindegewebsschwäche in (Acker)Schachtelhalm, Brennnessel, Eisenkraut und Spitzwegerich
  • Cumarin, Ester der Zimtsäure, hilft bei Blutgerinnung
  • Inosit, Benzoesäure, Lecithin usw.

Zubereitung

  • Die Phytotherapie beginnt schon bei der Gewinnung der Pflanzen, Pflanzenteile und Extrakte (z.B. Zeitpunkt des Sammelns bei Sonnenschein und Mittags). Schließlich kommen der Temperatur beim Trocknen (nicht zu schnell bzw. auf großer Fläche, ggf. Zerteilen), der Helligkeit (möglichst dunkel unter Lichtabschluß) und dem Luftabschluß beim Aufbewahren (jedoch kein Plastik wegen Schimmelbildung) sowie der Art der Zubereitung eine große Bedeutung bei.
  • Man verwendet Blüten, Knospen, Samen bzw. das Korn, Zapfen, Früchte bzw. Beeren, Blätter, Nadeln bzw. das Kraut, Triebe bzw. Sprossspitzen, Stengel, Stroh, Hölzer, Rinden, Wurzeln, Knolle bzw. Zwiebeln, aber auch den Saft bzw. das Öl

Tee

  • häufigste Zubereitungsform
Aufguß bzw. Infus
  • am bekanntesten
  • Übergießen von Pflanzenteilen mit kochendem Wasser
  • Herauslösen der Wirkstoffe aus Blättern und Blüten
  • je nach Rezept dann 5-10 min ziehen lassen und abdecken
  • bei Sonderform Lauaufguß Übergießen mit nicht mehr kochendem, jedoch warmem Wasser bei zarten Blüten zum Erhalt der Wirkstoffe
Abkochung bzw. Dekokt oder Absud
  • Herauskochen von Gerb-, Bitter- und Mineralstoffen aus Rinden, Wurzeln, Samen, Kernen und Hölzern
  • selten 1-3 min (Kurzabkochung), meist ca. 20 min (je nach Rezeptur)
Kaltauszug bzw. Mazerat
  • Stehenlassen von Pflanzen(teilen) im kalten Wasser
  • Gewinnung von empfindlichen ätherischen Ölen und Schleimstoffen
  • ca. 6-12 h (bis 1 d)
  • nach Abseien Kurzabkochung zur Keimabtötung mgl.

weitere

Einnehmen
  • Sirup (Infus oder Dekokt in Zucker),
  • Saft (am besten frisch verwenden und nicht lagern)
  • Extrakt (Verdampfung der in Wasser, Öther oder Weingeist gelösten Stoffe),
  • Tinktur (2 bis 6 Wochen Ziehenlassen der in reinem Alkohol, Wodka oder Weingeist gelösten Stoffe, dann abseihen und kühl lagern),
Inhalation
  • vgl. Aromatherapie
Auftragen
  • Auflage bzw. Wickel
  • (Brei)Umschlag (Kataplasma),
  • Pflaster (Emplastra),
  • Salbe (Unguentum) auf der Basis von Öl, Lanolin und Wachs,
  • Pulver, Creme, Milch, Gel, Paste, Puder, Pomade, Mixtur, Spülung, Shampoo, Tropfen, Klistier,
  • Öl (meist auf Basis Oliven, getrocknete Pflanzenteile wieder abseihen, dann in kleinen Mengen lichtgeschützt aufbewahren und regelmäßig schütteln)
  • Bäder

Pflanzen

Ackerschachtelhalm

  • Equisetum arvense
  • Synonym: Schachtelhalm, Zinnkraut, Scheuergras
  • junges Kraut reich an Flavonoiden, Kieselsäure und Kalium
  • als Tee, Bad oder Umschlag bei Harnwegs- und deg. Haut- und Schleimhauterkrankungen sowie Ödemen und allen WS-Leiden einschl. Skoliose
  • könnte Akupunkturpunkt Blase 40 entsprechen
  • fördert Gliederung, Struktur und Ordnung von Gedanken und Bindegewebe
Ackerschachtelhalm

Angelika

  • Angelica archangelica
  • Synonym: Engelwurz, Brustwurz
  • Wurzel enthält Terpentine bzw. ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe
  • regt als Tee, Wein oder Bad Verdauung bzw. Magen (Hypochlorhydrie bzw. Anazidität), Galle (Cholepathie) und Darm bei Malresorption an, lindert Husten und Rheuma

Anis

  • Pimpinella anisum
  • Synonym: süßer Fenchel bzw. Kümmel
  • getrocknete Früchte enthalten ätherisches Öl trans-anethol
  • regt als Tee oder Öl (Einreibung) Laktation an, lindert Blähungen bzw. Flatulenz und Husten
Anis

Arnika

  • Arnica montana
  • Synonym: Bergwohlverleih, Johannisblume, Fallkraut
  • gelbe Blüten enthalten Terpentine bzw. ätherische Öle, Flavonoide und Bitterstoffe
  • als Tinktur oder Lösung meist zur Wundbehandlung
Arnika

Artischocke

  • Cynara scolymus
  • frische Blätter und Blüten enthalten ätherische Öle, Cynarin, Cynaropicrin u.a. Bitter- und Gerbstoffe
  • gegen Fettstoffwechselstörung, Artheriosklerose und Verdauungsbeschwerden
  • Schwankung des Leber-Qi
  • balanciert zwischen Verzicht und Maßlosigkeit, also Yin und Yang

Augentrost

  • Euphrasia officinalis
  • frische blühende Pflanze enthält Iridoidglycoside wie Aucubin, Flavonoide und Gerbstoffe
  • bei Augenentzündungen, Tränen und Sehstörungen
  • verleiht Übersicht
Augentrost

Bärlauch

  • Allium ursinum
  • Synonym: Waldknoblauch, Zigeunerlauch
  • Wurzel enthält Vit C, Flavonoide und Lauchöl, junge Blätter vor der Blüte enthalten Vit B9 bzw. Folsäure
  • regen als Saft oder Pesto Durchblutung, Appetit (bei Inappetenz) und Verdauung bzw. Entgiftung an
  • Beachte Leber Qi
  • der Frühling

Baldrian

  • Valeriana officinalis
  • Synonym: Katzenkraut
  • Wurzel enthält Bitterstoffe Valepotriate, Terpentine bzw. ätherische Öle wie Valerensäure sowie Alkaloide Chatinin und Valerin
  • als Pulver in Kapseln und Tabletten für nervöse Tonisierung bei Minus- und Plussymptomen einschl. Verdauung, hier auch als Tee und Wein, schließlich als Bad zum Schlafen
  • könnte Akupunkturpunkt Herz 7 entsprechen
  • holt einen auf den Boden der Tatsachen zurück
Baldrian

Basilikum

  • Ocimum basilicum
  • Synonym: deutscher Pfeffer, Königskraut
  • Blätter enthalten neben Gerbstoffen und Flavonoiden, Terpentine bzw. ätherische Öle Methylchavicol, Cineol und Linalool
  • als Pesto zur Anregung der Laktation

Beifuss

  • Artemisia vulgaris
  • Synonym: wilder Wermut, Gänsekraut, Jungfernkraut, Johannisgürtel, Sonnenwendgürtel
  • Triebspitzen enthalten Bitterstoffe und Terpentine bzw. ätherische Öle wie Campher und Thujon
  • wirken antimikrobiell, fördern Magensekretion bei Hypochlorhydrie bzw. Anazidität, Gallefluss (Cholepathie) und Verdauung, lindern Übelkeit und Mundgeruch
  • synergistisch zu Probiotoka und Antimykotika
  • Vorsicht bei Allergie

Beinwell

  • Symphytum officinale
  • Synonym: Bein- oder Wallwurz
  • Wurzeln enthalten neben Allantoin, Schleim- und Gerbstoffe
  • als Umschlag oder Milch, Gel, Salbe bzw. Creme bei allen geschlossenen Wunden max. 6 Wochen
  • nicht bei Schwangeren, Stillenden und Kleinkindern sowie zur inneren Anwendung wegen Pyrrolizidinalalkaloiden
Beinwell

Berberitze

  • Berberis vulgaris
  • Synonym: Sauer- bzw. Spießdorn, Bubenstrauch
  • Früchte enthalten neben Mineralen Vit C und Blätter Alkaloide
  • reife, rote, alkaloidfreie Früchte als Saft und Marmelade gegen Übelkeit und Erbrechen, wenige Blätter als Tee bei bestimmten Herzerkrankungen
  • bei Leber greift Herz und (Herz greift) Magen an
  • durch Überdosis NW!

Bibernelle

  • Pimpinella saxifraga
  • Synonym: Pimpernell, Bock- bzw. Steinwurz
  • Wurzeln enthalten Terpentine bzw. ätherische Öle bzw. Phenolesterperoxide, Gerbstoffe, Saponine, Cumarine und Polyacetylene
  • als Tee und Mazerat bei Sekretstau der oberen Schleimhäute (Sekretolyse) sowie Gicht, Übersäuerung bzw. Acidose, Nieren- und Blasensteinen
  • bei Wassermangel und Acidose bzw. Übersäuerung
Bibernelle

Birke

  • Petula pendula
  • Synonym: Frühlingsbaum
  • neben Saft, Teer (enthält Kresol und Guajacol) und Rinde (enthält Betulin bzw. Birkenkampfer) enthalten Blätter Flavonoide, Terpentine bzw. ätherische Öle, Saponine, Gerb- und Bitterstoffe sowie Vit C
  • als Tee, Bad und Kopfwaschung für Reinigung von Haar, Haut, Blase, Niere sowie bei Rheuma und Gicht
  • bei mangelnder Entgiftung durch Leber, Galle und Darm, könnte Akupunkturpunkten Le3 und Di4 in Verbindung mit Ni4 und 7 entsprechen
  • bewegt bei Stillstand und polarisiert als Quell neuer Kraft
Birke

Bockshornklee

  • Trigonella foenum-craecum
  • Synonym: gelber Schabzigerklee, Kuhhornklee
  • Samen reich an Flavonoiden, Schleimstoffen und Saponinen
  • als Umschlag bei Eiterungen und Geschwüren, als Speise Anregung von Darm zur Bindung von Cholesterin
  • bei Dickdarm in Fülle bzw. Darm staut Leber

Brennnessel

  • Urtica urens sive dioica
  • Synonym: Eselskraut, Donner- bzw. Hanfnessel
  • Blätter enthalten Flavonoide, Beta-Carotin bzw. Provitamin A, Vit B9 bzw. Folsäure, Vit C bzw. Ascorbinsäure, Minerale und Kieselsäure, Wurzel enthält u.a. Beta-Sitosterin,
  • als Tee zur Prophylaxe von Immunschwäche und Anämie sowie bei Frühjahrsmüdigkeit, Verstopfung bzw. Obstipation, Nierensteinen, Übersäuerung bzw. Acidose und Rheuma, als Dekokt bei Prostataleiden, als Haarwasser bei trockenem Haar und Schuppen
  • bei Darm staut Leber bzw. Metall spaltet Holz aber auch Kupfer-Zink-Störung, könnte Akupunkturpunkt Leber 3 und Dickdarm 4 entsprechen
  • räumt auf
Brennnessel

Efeu

  • Hedera helix
  • Synonym: Eppig
  • Blätter und Blüten enthalten Saponine (Hederacosid C und Alpha-Hederin) und Flavonoide
  • als Tee, Bad und Öl bei Schilddrüsenunterfunktion und sekretlösend (Sekretolyse) bei spastischem (Keuch)Husten, Asthma und Laryngitis
  • könnte Akupunkturpunkten Lunge und Schleim entsprechen
  • Vorsicht bei Schilddrüsenüberfunktion bzw. Hyperthyreose
  • befreit einen von innen heraus
Efeu

Eibisch

  • Althaea officinalis
  • Synonym: Weiße Malve, Schleimwurzel
  • Wurzel und junge Blätter/Blüten in erster Linie Schleimstoffe sowie Terpentine bzw. ätherische Öle
  • Tee bei Durchfall bzw. Diarrhoe und Keuchhusten sowie Umschlag bei Furunkel
Eibisch

Eiche

  • Quercus robur
  • junge Rinde enthält Gerbstoffe
  • als Tee, Lösung, Bad bzw. Tonerde bei Durchfall bzw. Diarrhoe, Entzündungen aller Schleimhäute, Hauterkr., Hämorrhoiden, Nasenbluten und Schweiß
  • bei Wind-Hitze im Darm und gestörter Entgiftung der Leber

Eisenkraut

  • Verbena officinalis
  • enthält Verbalin, ein ätherisches Öl sowie Schleim-, Gerb- und Bitterstoffe
  • als Umschlag bei Lumbago, Ischias bzw. Hexenschuss
  • nicht zu verwechseln mit Verbene, ein nach Zitrone schmeckender Tee aus Frankreich

gelber Enzian

  • Gentiana lutea
  • Synonym: gelber Enzian, Bitter- oder Sauwurz
  • Wurzeln enthalten Bitterstoff Gentiopikrin bzw. Gentiopikrosid und Amarogentin
  • da sehr bitter in Kombination mit anderen Kräutern als Tee zur Anregung von Magen bei Hypochlorhydrie bzw. Anazidität und Galle (Cholepathie), auch bei Appetitlosigkeit (Inappetenz) und Reizmagen
  • Vorsicht bei Magengeschwür
  • überwindet fremdes und wenn etwas schwer im Magen liegt

Erdrauch

  • Fumaria officinalis
  • Synonym: Erdgalle, Krätzekraut, Taubenkropf
  • "Grün" enthält Fumarsäure und Bitterstoffe
  • als bitterer Tee (ggf. mit Birnendicksaft oder als Apfelschorle trinken) für Gallefluss (Cholepathie), gegen Verstopfung bzw. Obstipation, bei Psoriasis, Juckreiz bzw. Pruritus, Krätze und Blasenkrämpfen
  • bei Darm staut Leber, könnte Akupunkturpunkt Leber 3 entsprechen

Esche

  • Farxinus excelsior
  • frische Blätter reich an ätherischem Öl, Harz und Cumarinen
  • bei allen rheumatischen Erscheinungen und Adaptationssysndrom bzw. Disstress nach Selye
  • könnte Akupunkturpunkt 3 Erwärmer 5 entsprechen
  • tragfähig und beugsam bei Selbstaufopferung

Fenchel

  • Foeniculum vulgare
  • Synonym: langer Anis, Brotsamen
  • Früchte enthalten Terpentine bzw. ätherische Öle trans-anethol und Fenchon
  • als Tee, Milch, Wein oder Sirup bei jeglicher Erkältung, Krämpfen bzw. Koliken im Magen-Darm sowie gegen Blähungen bzw. Flatulenz und Übelkeit bzw. Brechreiz, regt Laktation an
  • bei horizontalem Leber Qi, könnte Akupunkturpunkt Leber 3 entsprechen

Fichte

  • Picea abies
  • Synonym: Rottanne
  • Nadel enthalten Terpentinöl
  • als Öl, Tinktur oder Bad für Durchblutung
  • könnte Akupunkturpunkt Lunge 9 entsprechen

Frauenmantel

  • Alchemilla vulgaris sive xanthochlora
  • Synonym: Frauenhilf, Taukraut
  • frisches "Grün" enthält Gerbstoffe und Flavonoide
  • als Tee gegen Durchfall bzw. Diarrhoe, als Sitzbad gegen Ausfluss und als Milch (mit Ringelblume und Gänsefingerkraut) gegen Dysmenorrhoe
  • könnte Akupunkturpunkten Milz/Pankreas entsprechen
  • behütet das Weibliche

Gänseblümchen

  • Bellis perennis
  • Synonym: Massliebchen
  • frisches Kraut
  • als Tee, Lösung und Salbe zur Unterstützung bei körperlicher (v.a. muskul&aouml;r) und seelischer Gewalt und Vergewaltigung
  • bewahrt die kindliche Reinheit
Gänseblümchen

Gänsefingerkraut

  • Potentilla anserina
  • Synonym: Gänserich, Krampf- oder Silberkraut
  • "Grün" enthält Flavonoide und Gerbstoffe
  • als Lösung für obere Schleimhäute, als Tee bei Durchfall bzw. Diarrhoe, (3Monats)Koliken und als Milch (mit Ringelblume und Frauenmantel) gegen Dysmenorrhoe
  • bei Störung der Feuchtigkeit

Galgant

  • Alpinia officinalis
  • Synonym: Laos, Galangawurzel
  • Wurzel enthält Galangol und Eugenol
  • als Tee und Honig bei Appetitlosigkeit bzw. Inappetenz und für Magen bei Hypochlorhydrie bzw. Anazidität und Galle (Cholepathie) sowie bei nervösen Herzbeschwerden
  • bei Herz greift Magen an
Galgant

Gewürznelke

  • Syzygium aromaticum
  • Synonym: Nägelein
  • Blütenknospe enthält Terpentine bzw. ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide, Stereole und fettes Öl
  • kauen lindert Entzündungen der oberen Schleimhäute und Zahnschmerzen, Öl hilft gegen Beschwerden bei Insektenstichen,
  • gespickt in Zitrone bei Mücken

Ginkgo

  • Ginkgo biloba
  • frische Blätter reich an Flavonoiden und Ginkgoliden
  • bei Kopfschmerz, Demenz, Cerebralsklerose und allen Gedächtnisstörungen durch cerebrovaskuläre Insuffizienz einschl. Schwindel, Ohrensausen, Tinnitus
  • regeneriert zweipoliges Organ Hirn
Ginkgo

Goldrute

  • Solidago virgaurea
  • frische Blütenstände enthalten ätherisches Öl, Flavonoide, Diterpene, Saponine und Phenolglykosiode
  • bei allen Nierenerkrankungen und Beziehungsverlusten
  • alle Störungen bzw. Akupunkturpunkte der Niere und Blase 67
  • wenn es an die Nieren geht, hilft Freundschaft, Harmonie und Liebe
Goldrute

Gundelrebe

  • Glechoma hederacea
  • frisches blühendes Kraut enthält ätherisches Öl, Gerb- und Bitterstoffe
  • bei allen chronischen Krankheiten, v.a. Katarrh, Bronchialasthma, Reizhusten und -blase,
  • könnte Akupunkturpunkten KG17, 6, 4, Lunge 7 und Niere 6 entsprechen
  • durchdringt wärmend

Hafer

  • Avena sativa
  • Synonym: Hattel
  • frisches Kraut und Körner reich an Aminosäuren, Vitamin B und E, Eisen, Zink, Mangan und Stroh reich an Zink und Kieselsäure
  • als Brei zur Aufbaukost bei Kindern und Kranken, als Umschlag bei Wundheilungsstörungen und als Tee gegen Erschöpfung und Schlafstörungen
  • könnte Akupunkturpunkt Magen 36 und LG 20 entsprechen
  • stabilisiert bei Streß

Hagebutte

  • Rosa corymbifera oder canina
  • Synonym: Hecken- oder Hundsrose
  • Früchte reich an Vitamin C, Mineralen, Flavonoiden und Pektin
  • als Tee, Sirup und Marmelade bei allen Infekten und zur Stärkung das Immunsystems
  • bei Lunge in Leere bzw. Lungen Qi Mangel

Hirtentäschelkraut

  • Capsella bursa pastoris
  • Synonym: Bauernsenf, Herzkraut, Löffeli
  • "Grün" enthält Flavonoide, Kalium und ein blutstillendes Peptid
  • als Tee und Tamponade bei Nasenbluten, Hypermenorrhoe und Herzschwäche
  • könnte Akupunkturpunkten Herz 9 und Dünndarm 1 entsprechen
  • umrahmt Lebenskraft und verhindert Verluste
Hirtentäschel

Holunder

  • Sambucus nigra
  • Synonym: Holler, Holder
  • Früchte reich an Vitamin C und Kalium und Blüten reich an ätherischen Ölen, Glycosiden, Flavonoiden sowie Gerb- und Schleimstoffen
  • Blütentee ist schweißtreibend, Beerensaft kräftigt das Immunsystem
  • v.a. bei chron. Erkältungen einschl. Stockschnupfen, Sinusitis und Reizhusten
  • bei Wassermangel und Lunge in Leere bzw. Lungen Qi Mangel, könnte Akupunkturpunkt Dickdarm 4, 11 und 20 sowie Lunge und Magen entsprechen
  • macht erwachsen und öffnet Luftwege
Holunderbeeren

Hopfen

  • Humulus lupulus
  • Synonym: Hupfen, Hopf, Hoppen
  • weibliche Blüten bzw. Zapfen enthalten Bitterstoffe Lupulon und Humulon, Terpentine bzw. ätherische Öle, Flavonoide, Gerbstoffe und Polysaccharide
  • als Tee, Milch, Bad und Tinktur bei Schlafstörungen
  • könnte Akupunkturpunkt Herz 7 entsprechen
  • das Anaphrodisiakum
Hopfen

Huflattich

  • Tussilago farfara
  • Synonym: Brustlattich, Hustenkraut, Rosshub
  • v.a die Blätter reich an Schleim-, Gerb- und Bitterstoffe
  • als Tee, Lösung, Tinktur oder Umschlag bei Sekretstau der oberen Schleimhäute (Sekretolyse), Infekten, Insektenstichen und Hauterkr.
  • könnte Akupunkturpunkt Lunge 7 entsprechen
Huflattich

schwarze Johannisbeere

  • Ribes nigrum
  • frische Blätter enthalten Flavonoide und ätherisches Öl
  • bei Klimakterium, Nebennierenschwäche, Rheuma, Gicht und Migräne
  • könnte Akupunkturpunkt Niere 3 entsprechen
  • die Symbiose, gibt Kraft für Kompromiss aller Widersprüche
Johannisbeere schwarz

Johanniskraut

  • Hypericum perforatum
  • Synonym: Johanniblut, Blutkraut, Wundkraut
  • Blüten und Blätter enthalten Terpentine bzw. ätherische Öle, Gerbstoffe, Flavonoide (Hyperosid und Rutin) und Hyperizin
  • als Tee und Öl gegen Schlafstörungen, Depressionen und Schmerzen(v.a. neuropathisch)
  • bei Yin-Leere mit Erschöpfung Zink-Magnesium
  • das Licht für Nerven
Johanniskraut

Kamille

  • Matricaria recutita
  • Synonym: Mägdeblume
  • Blüten reich an ätherischen Ölen wie Chamazulen und Bisabolol, Flavonoide, Gerbstoffe und Valeriansäure
  • als Tee, Bad, Inhalation und Umschlag gegen Infektionen und Eiterungen der Schleimhäute und Haut
  • bei Wind-Hitze im Dickdarm bzw. Dickdarm in Fülle, könnte Akupunkturpunkten Dickdarm 4, Magen 36 und Blase 40 entsprechen
  • die Mutter, Sanftmut und Geduld
Kamille

Kapuzinerkresse

  • Tropaeolum majus
  • frisches blühendes Kraut enthält Benzyl-Senföl
  • bei Mykosen, Infekten (Dysbiose?) und PMS
  • bei Darm staut Leber bzw. Metall spaltet Holz, aber auch Kupfer-Zink-Störung
  • bringt Licht ins Dunkle

Knoblauch

  • Allium sativum
  • Synonym: Knofel
  • Knolle reich an Allici, Selen, Saponine und Vitamine
  • fördert Durchblutung und Entgiftung, gegen Infektionen (auch Herpes, Pilz), Blutgerinnsel, erhöhte Blutfette und Bluthochdruck
  • bei Leber Qi, Acidose bzw. Übersäuerung, oxidativer Streß bzw. Disstreß nach Selye

Königskerze

  • Verbascum densiflorum
  • Synonym: Wollblume
  • Blüten reich an Schleimstoffen, Flavonoiden, Saponine und Iridoide
  • als Tee und Bad gegen Sekretstau der oberen Schleimhäute (Sekretolyse), Durchfall bzw. Diarrhoe und Hämorrhoiden
  • bei Wassermangel, Störung der Feuchtigkeit bzw. absteigendem Leber Qi
Königskerze

Koriander

  • Coriandrum sativum
  • Synonym: Wanzendill, Wanzenkraut
  • Früchte enthalten Terpentine bzw. ätherische Öle und Gerbstoffe
  • als Tee bei Krämpfen und Verdauungsstörungen
  • Pesto von Blättern zur Entgiftung
  • bei gestörtem Leber Qi bzw. Entgiftung, Vorsicht bei Schwermetallbelastung

Kümmel

  • Carum carvi
  • Synonym: Kümmrich, Karbei, Feld- und Wiesenkümmel
  • Früchte enthalten Terpentine bzw. ätherische Öle wie Carvon
  • als Tee, Zäpfchen und Säckchen bei Mundgeruch, (3Monats)Koliken, Krämpfen, Verdauungsstörungen, zur Anregung der Magen-Darm-Funktion einschl. Darmflora bei Hypochlorhydrie bzw. Anazidität, Malresorption und Dysbiose
  • bei Darm staut Leber, horizontalem bzw. absteigendem Leber Qi bzw- Leber greift Milz/Pankreas an, synergistisch zu Probiotoka

Kürbis

  • Cucurbita pepo
  • Synonym: Kerbs, Kerwes
  • Samen reich an Phytosterolen, Vitamin E, Selen, ätherische und fette Öle
  • als Öl und getrocknet bei Harn- und Prostataleiden, Bandwürmern und Bettnässen
Kürbis Blüte

Kürbis Früchte

Lavendel

  • Lavendula angustifolia
  • Synonym: Narden, Speik, Zöpfli
  • Blüten reich an Terpentinen bzw. ätherische Ölen (Linalylacetat), Gerbstoffe, Flavonoide, Phytosterine und Cumarine
  • als Tee, Öl und Bad für Gallefluss (Cholepathie), gegen Nervosität einschl. Reizmagen und -darm, Angst, Unruhe und Schlafstörungen
  • könnte Akupunkturpunkt Herz 7 und Leber 2 entsprechen
  • reinigt die Seele
Lavendel weiß

Lavendel violett

Linde

  • Tilia cordata
  • Synonym: Bastbaum
  • Blüten enthalten Terpentine bzw. ätherische Öle, Flavonoide, Schleim- und Gerbstoffe
  • als Tee, Umschlag oder Bad antimikrobiell, schweißtreibend, bei Fieber
  • bei Lunge-Dickdarm in Leere bzw. Qi Mangel, könnte Akupunkturpunkt Dickdarm 11 entsprechen

Löwenzahn

  • Taraxacum officinalis
  • Synonym: Butter- oder Pusteblume
  • junge Blätter enthalten Bitterstoffe, Sterole, Flavonoide, Gerbstoffe, Kalium, Zink und Vitamin B
  • als Tee zur Stärkung von Leber und Niere bei gestörter Entgiftung und Ausleitung
  • bei Leber und Nieren Qi in Leere bzw. Mangel bzw. Entgiftung und Ausleitung
  • dynamisiert Staus und Anpassungsschwierigkeit
Löwenzahn

Mariendistel

  • Silybum marianum
  • Synonym: Christi Krone, Frauendistel
  • Früchte bzw. Samen reich an Silymarin, ein Komplex aus 3 Flavonoiden
  • als Urtinktur, Kapsel und Tee für Leberzellen !
  • bei Leber Qi in Leere bzw. Mangel, könnte Akupunkturpunkt LG20, Le13 und 14 entsprechen
  • behauptet sich gegen alle Schäden

Meisterwurz

  • Imperatoria osthrutium
  • frische Wurzel (Rhizom) enthält ätherisches Öl, Cumarinderivate und Gerbstoffe
  • bei allen Erschöpfungen und Vergiftungen
  • der König, selbstbewusst gegen Giftiges

Mistel

  • Viscum album
  • frische Pflanze zur Zeit der Fruchtreife enthält Lectine und Flavonoide
  • bei Bluthochdruck und Krebs
  • schwerelos in Wasser und Luft

Passionsblume

  • Passiflora incarnata
  • frisches blühendes Kraut reich an Maltol und Flavonoide
  • bei Spannungskopf- und Herzschmerz, Sorgen und Unruhe von ganz jung und ganz alt,
  • bei Qi- Mangel bzw. Leere, könnte Moxa bzw. Moxibustion sowie Akupunkturpunkten KG6, LG4, 14 und 20 sowie Pericard 6 entsprechen
  • seelischer Gleichklang

Petersilie

  • Petroselinum crispum
  • Synonym: Peterle
  • Grün und Wurzel reich an Terpentinen bzw. ätherischen Ölen, Apiol, Beta-Karotin, Vitamin C bzw. Ascorbinsäure und Kalium
  • als Tee und Wein gegen Nierengries und zur Anregung von Magen bei Hypochlorhydrie bzw. Anazidität und Darm bzw. der Verdauung bei Malresorption, als Auflage bei Verletzungen,
  • Vorsicht von Samen und zu hohem Anteil an Apiol, welches Krämpfe auslöst und Leber schädigt
Petersilie

Pfefferminze

  • Mentha piperita
  • frische Blätter enthalten ätherische Öler wie Menthol, Gerbstoffe und Flavonoide
  • bei Übelkeit, Krämpfen (v.a. Magen und Galle) und Blähungen
  • könnte Akupunkturpunkt KG12 und Leber 3 entsprechen
  • entspannt und erfrischt
Pfefferminze einzeln

Pfefferminze

Quendel

  • Thymus serpyllum
  • Synonym: Feld- oder Sandthymian
  • "Grün" enthält Terpentine bzw. ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe
  • als Tee, Tinktur und Bad gegen Bauchkrämpfe bzw. Koliken, Blähungen bzw. Flatulenz und Husten

Ringelblume

  • Calendula officinalis
  • Synonym: Butter-, Gold- oder Sonnenwendblume,
  • Blüten enthalten Sapogenin, andere Saponine, Glycoside, Terpentine bzw. ätherische Öle, Karotinoide, Xathophylle, Bitter- und Schleimstoffe
  • als Salben, Umschläge bei Wunden, Paradontose, Geschwüren und Hautinfektionen , als Tee gegen Melanom, zur Stärkung Immunsystem, Magen- , Gallenbeschwerden wie Gastralgie und Cholepathie bzw. zur Anregung der Fettverdauung
  • schließt alle Wunden
Ringelblume Blüte

Ringelblume

Rosmarin

  • Rosmarinus officinalis
  • Synonym: Marienkraut
  • Blätter reicht an ätherischen Ölen, Gerb- , Bitterstoffe, Flavonoide, Triterpensäure und Triterpenalkohol
  • als Tee gegen Gastralgie sowie Krämpfe bzw. Tenesmen Magen-, Darm- und Unterleibsschmerzen bzw. -krämpfe (Tenesmen), als Bad bei Anämie, burn out, Schwäche bzw. Erschöpfung und Rheuma
  • bei Störung unterer 3Erwärmer mit Niere und Nebenniere, könnte tonisierenden Akupunkturpunkten der Beine entsprechen
  • macht Feuer unterm H
  • kann Wehen auslösen
Rosmarin

Rosskastanie

  • Aesculus hippocastanum
  • Synonym: Pferdekastanie, Drusenkesten
  • frische geschälte Samen enthalten Aesculus-Saponine, Gerbstoffe und Flavonglycoside
  • als Bad, Einreibung oder Auflage bei Rückenschmerzen, Ischialgie, Krampfadern bzw. Varizen, Hämorrhoiden sowie Juckreiz bzw. Pruritus
  • kontrolliert, sammelt und zentralisiert periphere und kreisende Gedanken, Prozesse und versackendes Blut bzw. Lymphe
  • - bei Milz-Qi Mangel bis -Yin-Leere, könnte M/P 6, KG 2, 4 und 6 entsprechen

Salbei

  • Salvia officinalis
  • Synonym: griechischer Tee, Zahnblatt
  • Blätter reich an ätherischen Ölen, Thujon, Salvin, Cirsimaritin und Rosmarinsäure
  • bei Schwitzen bzw. Hyperhidrosis, Entzündungen bzw. Infekten antimikrobiell, entzündungs- und schweißhemmend durch Tee, Extrakt, Tinktur und Bonbons, zum Abstillen,
  • bei Yin-Mangel bzw. Yang-Überhang
  • zum Ausgleich von körperlicher und seelischer Empfängnisfähigkeit
Salbei

Sanddorn

  • Hippophae rhamnoides
  • Synonym: Dünen- oder Weidendorn, Fasanenbeere
  • Früchte reich an Vit C, Flavonoide und Mineralien
  • als Saft und Tee bei Fieber und Entzündungen

Schafgarbe

  • Achillae millefolium
  • Synonym: Juden- oder Grillenkraut, Gänsezungen
  • Blüten und Blätter enthalten Terpentine bzw. ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe, Flavonoide, Salicylsäure, Sesquiterpene und Kalium
  • als Tee, Umschlag oder Bad bei Schwellungen, Ödem, Gicht und Rheuma (ausleitend) sowie krämpflösend bei Koliken und Krämpfen bzw. Tenesmen im Magen-Darm sowie Dysmennorrhoe, bei Leibschmerzen, Hämorrhoiden, Krampfadern bzw. Varizen und Wunden
  • unterscheidet Auslöser, der goldene Mittelweg
Schafgarbe

Schlüsselblume

  • Primula veris
  • Synonym: Primel, Himmelschlüsselchen
  • Wurzel und Blüte reich an Saponinen, aber auch Flavonoide, Terpentine bzw. ätherische Öle, Gerbstoffe und Kieselsäure
  • als Tee bei trockenem Husten, Herzschwäche, Schlafstörung und Angst
  • Vorsicht bei Allergie
  • Niere, Lunge und Herz in Leere, also Blutmangel, könnte Lu7 bzw. KG 6, 14 und 17 entsprechen,

Schöllkraut

  • Chelidonium majus
  • Synonym: Warzen-, Schwalben- bzw. Goldkraut
  • Wurzel und Kraut enthalten Alkaloide, Saponine, Flavonoide und Terpentine bzw. ätherische Öle
  • als Tee und Auflage bei Gastralgie, Koliken, Tenesmen bzw. Magen-Darm- und Gallebeschwerden (Cholepathie) sowie Warzen
  • in hohen Dosen giftig, nicht bei art. Hypertonus
Schöllkraut

Schwarzkümmel

  • Nigella sativa
  • Synonym: Römischer Kümmel, schwarzer Koriander
  • Früchte reich an Ölen, Saponine, Gerb- und Bitterstoffen
  • als Tee, Packung oder Öl bei Neurodermitis, Asthma, Acidose bzw. Übersäuerung, Rheuma, Gicht und Autoimmunerkrankungen

Sonnenhut

  • Echinacea purpurea
  • frisches blühendes Kraut reich an Phenolcarbonsäuren wie Cichoriensäure) und
  • als Lösung bei allen Erkältungen und akuten Immunopathien
  • Nicht bei hohem Fieber und nicht länger als 6 Wochen anwenden
  • Lungen-Qi, könnte Akupunkturpunkt Lunge 7 und Dickdarm 11 entsprechen, Disstress nach Selye
  • schützt bei Streß und Anfälligkeit
Sonnenhut

Spitzwegerich

  • Plantago lanceolata
  • Synonym: Rippenkraut, Wegetritt
  • Blätter enthalten Kieselsäure, Flavonoide, Schleim- und Gerbstoffe sowie Glycosid Aucubin
  • Tee und Sirup helfen bei entzündlichen Erkrankungen der Atemwegeund juckenden Insektenstichen
  • könnte Akupunkturpunkten KG 17, Lunge 1,7, 9 und 10 sowie Dickdarm 1,4,11 und 20 entsprechen
  • kontrolliert Gedanken und Trübsal, hilft beim Ausdrücken und "Getretenwerden"
Wegerich

Steinklee

  • frisches blühendes Kraut reich an Cumarinderivaten, Flavonoiden und Sapogenine
  • bei Krampfadern bzw. Varikosis, Krämpfen, Juckreiz bzw. Pruritus, Schwellung, Lymphstauung und Hämorrhoiden
  • alles fließt

Stiefmütterchen

  • Viola triolor
  • frisches blühendes Kraut enthält Salicylsäure und deren Derivate, Phenolcarbonsäuren, Gerbstoffe und Flavonoide
  • bei allen Hauterkrankungen
  • gegen innere Verletzlichkeit mit kosmetischen Störungen
Stiefmütterchen

Storchenschnabel

  • Geranium robertianum
  • frisches blühendes Kraut enthält Gerbstoffe
  • bei allen Lymphproblemen, Hirn(haut)entzündungen einschl. FSME, psychischer Labilität, Schock und posttraumatische Belastungsstörung
  • löst traumatischen Schock und entgiftet
Storchenschnabel

Süßholz

  • Glycyrrhiza glabra
  • Synonym: Lakritzpflanze
  • Wurzel reich an Flavonoiden Liquiritin und Liquiritigenin, Glycyrrhizin und Sterole
  • als Tee und Wein bei Husten und Magenbeschwerden bzw. Gastralgie

Taubnessel

  • Laminum album
  • Synonym: Bienensaug, Blumennessel, Weiße Nessel
  • Blüten enthalten Saponine, Schleim- und Gerbstoffe sowie Terpentine bzw. ätherische Öle
  • als Tee und Bad bei Dysmennorrhoe und Paronychie
Taubnessel

Tausendgüldenkraut

  • Centaurium erythraea
  • Synonym: Fieber- bzw. Magenkraut
  • Pflanze mit Blüte und Grün enthält Bitterstoffe Amarogentin und Gentiopikrin sowie Flavonoide und Sterole
  • als Tee bei schwachem Magen (Hypochlorhydrie bzw. Anazidität) und schwacher Galle (Cholepathie), Bulimie, Anorexie und Migräne
  • Akzeptiere Deinen Körper
Tausendgüldenkraut

Thymian

  • Thymus vulgaris
  • Synonym: Gartenthymian, Römischer Quendel
  • Grün reich an Terpentinen bzw. ätherischen Ölen Thymol, Carvacrol und Zymol sowie Gerbstoffe,
  • als Tee und Kopf- und Voll-Bäder gegen Infektionen der Atemwege einschl. Nase, NNH, Rachen, Mandeln, Kehlkopf, Trachea und Bronchien sowie des Darmes (Dysbiose)
  • könnte Akupunkturpunkten von Lunge und Dickdarm entsprechen
  • wärmt bei Vernachlässigung
Thymian

Wacholder

  • Juniperus communis
  • Synonym: Krammetsbeere, Reckholder, Weckholder
  • Früchte reich an ätherischen Ölen Pinenen
  • als Tee, Öl oder Bad bei Nierensteinen, Gicht, Rheuma, Acidose bzw. Übersäuerung, Hämmorrhoiden und Husten, zerkauen wirkt appetitssteigernd bei Inappetenz und verdauungsanregend
  • könnte Akupunkturpunkten Lunge 7 und Niere 6 entsprechen
Wacholder

Walnuss

  • Juglans regia
  • Synonym: Stein- bzw. Welschnuss
  • Blätter enthalten Gerbstoffe, Terpentine bzw. ätherische Öle, Flavonoide und Linolensäure
  • als Spülung, Umschlag oder Bad bei Entzündungen von Auge, Haut und Schleimhäuten sowie bei Akne, Ekzemen, Neurodermitis, Psoriasis, Rheuma und Mykose

Wegwarte

  • Cichorium intybus
  • Synonym: Hindlauf, Wegeleuchte, Zichorie
  • Kraut enthält Gerb- und Bitterstoffe
  • als Tee und Sud bei Störungen von Leber und Galle (Cholepathie) sowie appetitssteigernd (bei Inappetenz) und hautreinigend

Weide

  • Salix
  • Synonym: Katzenstrauch, Weihbuschen
  • Rinde enthält Salicin,
  • als Tee schmerzlindernd und fiebersenkend
  • Nicht während Schwangerschaft

Weißdorn

  • Crataegus oxyacantha
  • Synonym: Hagedorn, Heckendorn, Mehlbeere,
  • Blüten, Blätter und Früchte enthalten Procyanidine, Flavonoide, biogene Amine und Kalium
  • als Tee herzstärkend
  • könnte Akupunkturpunkten KG 14, 15, Herz 9 und Pericard 9 entsprechen
  • löst Beklemmung
Weißdorn

Wermut

  • Artemisia absinthium
  • Synonym: Absinth, bitterer Beifuß, Magen- oder Wurmkraut
  • frisch blühendes Kraut enthält Bitterstoffe wie Absinth, Gerbstoffe, Terpentine bzw. ätherische Öle wie Thujon, Thujol und Phellandren
  • als Tee, Likör bzw. Extrakt bei Appetitlosigkeit zu Anregung des schwachen Magens einschl. Aerophagie und des Galleflusses (Cholepathie) und des Schlafes, bei Depression undParasitose
  • weckt Teilnahmslose, Depressive und Neurastheniker
  • könnte Akupunkturpunkt Ma36 entsprechen
  • Vorsicht bei Überdosierung Degeneration des Nervensystems und Krämpfe
Wermut

Wolfstrapp

  • Lycopus europaeus
  • frisches Blühendes Kraut reich an Antithyreotrop
  • als Tee bei Hyperthyreose und PMS
  • Leber greift Magen an oder aufsteigendes Magen-Yang bzw. Feuer, könnte Akupunkturpunkt Leber 2 und 3, Magen 36, 42 und 45 entsprechen
  • abgekühlter Rhythmus und Ökonomie

Ysop

  • Hyssopus officinalis
  • Synonym: Bienen- oder Josefskraut, Hyssop
  • Blüten enthalten Terpentine bzw. ätherische Öle, Gerbstoffe und v.a. Sitosterin
  • krampf- und schleimlösend (Sekretolyse) bei Entzündungen und Darmstörungen, harntreibend, bei Prostataleiden durch Tee und als Quark

Zimt

  • Cinnamomum zeylanicum
  • Synonym: Ceylon-Zimt, echter Zimt
  • Rinde enthält Terpene bzw. ätherische Öle, Eugenol, Thymol, Cumarin sowie Schleim- und Gerbstoffe,
  • bei Inappatenz, schwachem Magen bzw. Hypochlorhydrie und Anazidität, Krämpfen, Koliken bzw. Tenesmen zur Anregung der Verdauung, bei Entzündungen, bei Hypermenorrhoe, bei Husten, Heiserkeit, Schlafstörungen, Migräne, Rheuma, zur Wundheilung

Zitronenmelisse

  • Melissa officinalis
  • frische Blätter reich an ätherischen Ölen wie Citronellal und Citral sowie Rosmarinsäure
  • bei Herpes und nervösen Beschwerden (Herz, Magen und Darm)
  • könnte Akupunkturpunkt Herz 7 entsprechen
  • entspannt

Zwiebel

  • Allium cepa
  • Synonym: Küchen- oder Gartenzwiebel
  • Knolle reich an Alliin, Allicin, Polysulfide, Propanthialoxid, Flavonoide und Vitamin C
  • als Saft oder Wickel, Auflage, Kompresse bzw. Packung zur Wundheilung bzw. bei Schwellungen, Insektenstichen, Hühneraugen bzw. Clavi, zur Ausscheidung (harntreibend), Sekretolyse, Stärkung des Immunsystems bei Husten, Keuchhusten und Infektionen,

Methoden

  • Eine besondere Form der Anwendung stellt die Homöopathie dar. Hier kommen u.a. Pflanzenstoffe in Verdünnungen (so genannte (Hoch)Potenzen) als Tropfen, Kügelchen aus 5fach-Zucker (Globuli) sowie äußerlich zur Anwendung.

innerlich

  • Tee, Extrakt, Saft, Tinktur, Sirup usw.
  • Aromatherapie

äußerlich

Literatur

  1. Iburg A (2003) Lexikon Heilmittel. DuMont monte, Köln
  2. Kalbermatten R (2004) Kompendium der CERES-Heilmittel. 7. überarb. und erw. Aufl. CERES AG Kesswill
  3. Omura Y, Lorderboym M (1995) Acupunctur & Electrotherapeutics res. Int. J. Vol. 20 133-48
      
Aktualisiert: 15.07.2011
 
 
 
 
 
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben