applied kinesiology und craniomandibuläres bzw. -sacrales System


allgemeine Informationen für Kollegen


  • Zum craniomandibulärem (früher stomatognathes System nach Shore) bzw. Biss-System gehören alle Zähne, das Kiefer- bzw. Temporo-Mandibular-Gelenk (TMG) bzw. -Joint (TMJ) einschl. Discus intraarticularis und Kapsel, die Schädelknochen, die gesamte HWS, Zungen-, Brust- und Schlüsselbein und deren Häute, Gelenke einschl. Kapseln, Nähte, Bänder, Sehnen, Faszien, Muskeln, Nerven einschl. Ganglien, Gefäße, Lymphe sowie Drüsen und Matrix.
  • Es bestehen enge anatomische und physiologische Zusammenhänge zum craniosacralem System mit den o.g. Schädelknochen und Nähten sowie Dura, Wirbelsäule, Becken einschl. Coccyx, Häute, Gelenke, Kapseln, Bänder, Sehnen, Faszien, Muskeln, Nerven, Gefäße und Lymphe einschl. resultierender Rhythmik bzw. Pulsation, Haltung, Gang bzw. Bewegungsmuster
  • nach Lovett hängen kinematisch Ossa sphenoidalia und Coccyx, Os occipitale und Sacrum (also Sphenobasiläre Synchondrose und Kreuz-Steißbein-Gelenk, Temporooccipitale Naht und ISG bzw. SIG sowie Kiefergelenk und Hüftgelenk?), Ossa temporalia und Ilium, L5 und C1, L4 und C2 usw. bis D6 und 5 zusammen
  • ebenso bestehen nach Voll und Kramer Zusammenhänge zwischen Zähne bzw. Odontonen und dem Akupunktur-Meridiansystem der Traditionellen Chinesischen Medizin (Die traditionelle chinesische Medizin)
  • Neben den Zahnärzten bzw. Stomatologen und Kieferorthopäden (KFO) sollten sich auch Orthopäden, D.C. bzw. Chirotherapeuten und Craniosacraltherapeuten (CST) , D.O. bzw. Osteopathen, Physiotherapeuten sowie Therapeuten mit Ausbildung in o.g. Fachgebieten, Manualtherapie, Atlastherapie, craniosacrale Kieferorthopädie bzw. sacrooccipitale Therapie (SOT) interdisziplinär einschalten.

Zähne bzw. Odontone

  • dazu gehören Zahnschmelz, Zahnhartsubstanz, Zahnbein bzw. Dentin, Pulpa einschl. Nerv, Gefäße und Lymphe sowie Gingiva, Halteapparat aus Sharpey-Fasern, Alveolarknochen mit Zahnfach Alveole sowie Kieferknochen Maxilla und Mandibula
  • alle nummeriert (je nach Quadrant bei Milchzähnen oben rechts Nr. 5, oben links Nr. 6, unten links Nr. 7 und unten rechts Nr. 8 mit 4 x 2 Schneide-, 1 Eck- und 2 Mahlzähne) und beim bleibenden Gebiß oben rechts Nr. 1, oben links Nr. 2, unten links Nr. 3 und unten rechts Nr. 4 mit (4 x 2 Schneide-, 1 Eck-, 2 Vormahl- , 2 Mahl- und 1 Weisheitszahn) mit Beginn der Numerierung vom 1. Schneidezahn bis zum letzten Mahlzahn, 8er Zahn bzw. Weisheitszahn)
  • erste Wechsel- bzw. Wachstumsphase zwischen 5. und 7. LJ (Dentition des 6 Jahres-Molar), zweite zwischen 9. und 11. LJ (12 Jahres-Molar) und schließlich postpubertär Dentition eines angelegten Achters (sehr selten auch 9er vorhanden!)
  • jeder Zahn ist ein Organ bzw. -system und hat eigene "Bewegungen" mit Rotationen, Elongation, Intrusion, Retrusion und Protrusion, so dass Brücken, Spangen, Retainer und Brackets diese beeinflussen
  • nach Penfield und Rasmussen bis zu 40% aller Nerven mit Zähnen verbunden
  • stellen Ausgangspunkt des temporomandibulären (früher absteigenden) Fehlers dar
  • können überzählig sein (Hyperdontie) oder fehlen (Hypodontie bzw. Extraktion, Wundhöhle bzw. NICO-Läsion bzw. Abkippung der Nachbarzähne und Elongation des Antagonisten möglich)
  • können physikalisch bzw. geometrisch stören (unkorrekte Dentition bzw. Impaktionen, Fehl- bzw. Schiefstellungen (z.B. Kreuzbiss), Frakturen, Defekte, zu große oder kleine Füllungen)
  • können chemisch stören (toter bzw. avitaler oder hypovitaler Zahn, Gingivitis, Parodontitis, Parodontose, Karies, Pulpitis, apikale Herde von Granulom über Ostitis bis Osteomyelitis, Reaktionen auf Medikamente und Füllmaterialien)
  • können als neurologischer Zahn (in- und out-put über Nerv gestört) nach Traumata und Entzündungen bzw. Behandlungen (von Kontusion, über Füllung, Wurzelbehandlung einschl. Wurzelspitzenresektion bis Prothetik mit Beschleifung) stören
  • Das Störfeld
  • sind auch Opfer von extratemporomandibulären (früher aufsteigenden) Fehlern (z.B Reaktionen auf Medikamente) und werden durch Bruxismus unterschiedlich überlastet und "abgerieben"
  • realisieren bei Okklusion Interkuspidation

Kiefergelenkkomplex

  • auch als Kiefer- bzw. Temporo-Mandibular-Gelenk (TMG) bzw. -Joint (TMJ) bezeichnet
  • immer mit kontralateralem Partner arbeitend
  • Pfanne aus Fossa articularis ossa temporalis mit Tuberculum sive Eminentia und Kopf aus Caput bzw. Processus articularis sive condylaris mandibulae
  • enthält Discus intraarticularis aus Faserknorpel mit bilaminärer Zone und starke Kapsel mit zahlreichen Rezeptoren
  • Caput superior m. pterygoideus lateralis inseriert an Discus von ventral
  • zusätzlich schützen zahlreiche Bänder Mandibula (Ligg. sphenomandibulare, stylomandibulare, temporomandibulare etc.)
  • beim Kaufvorgang gleitet Kopf einschl. Discus beim Öffnen nach vorn und umgekehrt
  • 47-Position nach Gelb bezeichnet physiologische Stellung des Processus bzw. Condylus und Discus in Pfanne ohne retrale Kontaktposition nach Schupp

HWS und Schultergürtel

Schädel

Durasystem


Diagnostik

  • Zahnstatus
  • Bissanalyse bzw. -status
  • Haltung(sanalyse) unter kinesiologischen Kriterien (Störungen der Haltung, AK und manuelle Medizin)
  • Ganganalyse (walking gait), ggf. mit Abdruck
  • Test bzw. Zeichen nach Merseman
  • Vorlaufphänomen
  • orientierender Test mit lockerem oder festem Biss
  • orientierender Test mit Spatel
  • orientierender Test mit Watte einseitig und beidseitig
  • therapeutische Lokalisation (TL) Zahn entweder über Kontakt zu Zahn und Gingiva bzw. Halteapparat (Zeigefinger der kontralateralen Hand als screening über Front- oder Seitenzähne bzw. als Pinzettengriff lokal einschl. Lücken) oder über Magnet am Daumen (Lymphe 2) als TL
  • TL TMG sowie (Kau)-Muskeln Mm. masseter, temporalis, pterygoideus medialis et lateralis, digastricus usw.
  • TL HWS einschl. Kopfgelenke, 1. Rippe, Clavicula, SCG, ACG und GHG
  • TL Schädel mit Os occipitale, parietale, frontale, nasale, Maxilla, os zygomaticum, sphenoidale, temporale, Mandibula und Palatinum sowie Nähte wie Lambda-Naht, sutura saggitalis, temporalis usw.
  • bei negativer TL Zahn Wiederholung in Retroflexion der HWS bzw. pinching (nach vestibulär (labial oder bukkal), lingual oder palatinal, mesial, distal, cranial oder caudal)
  • bei negativer TL TMG Wiederholung in Retroflexion der HWS sowie in Öffnung, lockerer und forcierter Interkuspidation bzw. Okklusion, seitlicher, vorderer und hinterer Position der Mandibula
  • bei negativer TL HWS und Schultergürtel Wiederholung in Rotation, seitlicher, Ante- und Retroflexion sowie Stauchung und Extension der HWS und allen Positionen des Armes
  • bei negativer TL Schädelknochen und -nähte Wiederholung bei forcierter Okklusion und diversen Challenges
  • schließlich TL Dura(stress) bzw. Hyperkompression über Daumen an harten Gaumen, bilateraler TL am Körper, Magnet-Challenge am Coccyx und nach sphenobasilärer Challenge
  • weiterhin Test auf orthomolekulare Substanz, Nosode, ENV bzw. emotionale Frage nach negativem Ereignis
  • alles über Indikator oder nach Funktionskreis
  • wenn keine Änderung Test eines anderen dysreaktiven Muskels, welcher dann normoreaktiv wird,
  • TL einer möglichen Auswirkung nach Kombination wie lockerer oder fester Bss, Test Atemphase (welche hilft), walking gait, gestörte Kiefer- oder Kopfgelenke, ISG, WS oder NLR oder Retroflexion HWS, TL B- und E-Punkt, Durastress …

Therapie

  • Stomatologie
  • Mund-Kiefer-Gesichts- bzw. MKG-Chirurgie
  • Kiefer-Orthopädie bzw. KFO
  • physikalische Regulationstherapie bzw. Manaelle Medizin mit CST, Atlastherapie und Osteopathie (je nach Vektor und helfender Atemphase)
  • Neuraltherapie
  • nach Nosode (von Erreger über Intoleranz/Unverträglichkeit oder Allergie eines Materials bis neurologischer Zahn) Homöopathie, Homöosiniatrie oder Bio-Resonanz-Therapie bzw. BRT
  • Injury-Recall-Therapie bzw. IRT über HWS-Anteflexion, B und E-Punkte bzw. NLR des schwächsten Muskels oder stärkenden antiken AP-Punktes des zugehörigen Meridians, Durasystem, 1. Rippe, Kopfgelenke und NVR bzw. occipitale Spannungspunkte, Lymphsystem, orthomolekulare Medizin, Homöopathie einschl. Bachblüten und emotionale Ebene zur Förderung, Stärkung bzw- Anhebung der Regulation(sebene)
  • aber auch Austestung emotionale Therapie über B- und E-Punkte, andere Homöopathika, Bachblüten, Urtinkturen und andere Phytotherapeutika bzw. Psychotherapien selbst

Literatur

  1. Wühr E (2008) Kraniofaziale Orthopädie. Verlag für Ganzheitliche Medizin Dr. Erich Wühr GmbH, Bad Kötzting
      
Aktualisiert: 15.11.2012
    © 2007 - Dr. med. F. Uwe Günter   nach oben